Röyksopp – The Understanding (2005) (Labels/EMI Music) |
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| von Tobias Imbach am Sonntag, 7. August 2005 in Neuerscheinungen | |
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Melody A.M. hallt noch nach. Man tummelte sich vergnügt und gelassen mit Burt Bacharach irgendwo in einer schicken 60s-Lounge. Pfiff die vermutlich lässigsten Melodien des Jahres mit, die manchmal geradewegs aus “Tetris“ zu stammen schienen. Oder verfiel nach und nach melancholischen Trip Hop-Klängen. Und schwebte dabei durchgehend auf Wolken. Wer vom neuen Röyksopp-Album “The Understanding“ ähnliches erwartet, wird erstmal kalt geduscht. “Triumphant“, der Opener, ist zwar ähnlich genial wie das erste Stück auf dem Debütalbum, bietet aber ein anderes, viel düstereres Klangbild. Das melancholische Klavierspiel, das den zweiten Longplayer der Norweger eröffnet, wird nach einigen Sekunden von holpernden Drums unterstützt, kurz darauf begleitet ein passender Bass. Nach und nach kommen Elemente hinzu und landen schlussendlich bei überwältigendem Bombast. Spätestens beim Chor-Einsatz ist man hin und weg. Die poppige und äusserst eingängige Singleauskopplung “Only This Moment“ vermag dann nicht ganz so zu überzeugen, ist aber auch gelungen. Im ersten Eindruck, dass sich Röyksopp von gechillten Wohlfühl-Klängen entfernt haben, fühlt man sich durch die nächsten, wiederum durchaus gelungenen Stücke bestätigt. Den insgesamt eher etwas schwächeren Tracks mit Gesang liehen die beiden Soundtüftler häufig ihre eigenen wohlklingenden Stimmen oder luden, wie schon auf dem Vorgänger, Gäste ein. Die erstklassige Karin Dreijer (The Knife) zum Beispiel singt im etwas überladenen “What Else Is There?“, Chelonis R.Jones vom angesagten Get Physical-Label setzt in “49 Percents“ und “Go Away“ (nur bei der Special Edition mit dabei) zu Höhenflügen an. Neben der Grosszahl an treibenden und häufig auch sehr tanzbaren Elektropop-Tracks finden sich auf “The Understanding“ auch einige ruhigere, melancholische Stücke wieder. Die beiden letzten Stücke liefern den optimalen Soundtrack zum gepflegten Einschlafen. In den Augen des Rezensenten ist das eigentlich durchwegs positiv gemeint, aber wenn man etwas böse sein möchte, kann man die letzten Minuten auf dem Album auch als “langweiliges Geblubber“ abtun. Aber wer will das schon? Abschliessend bleibt zu sagen, dass “The Understanding“ die Frische und, trotz einem verstärkten Pop-Einschlag, auch die Verspieltheit des Vorgängers weitgehend fehlt. So mancher, der von Melody A.M. begeistert war, wird, zumindest im ersten Moment, von “The Understanding“ enttäuscht sein. Gut ist das, was hier geboten wird, aber trotzdem auf jeden Fall. Fast ohne Ausnahme. Seit 27. Juni 2005 im Handel. Anspieltipps: Triumphant, Sombre Detune, Go Away similar artists: Air, Mylo > Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb Bio: Svein Berge und Torbjorn Brundtland, beide aus der grossen norwegischen Stadt Bergen stammend, entdeckten in ihrer Jugend die Liebe zur elektronischen Musik. Nach der Schulzeit musizierten die beiden einige Jahre nicht mehr zusammen, bevor sie sich dann zu einem Bandprojekt entschlossen, das sie auf den ungewöhnlichen Namen Röyksopp tauften. Bei Mikal Tellé und seinem Tellé Records Label kamen die beiden dann unter und veröffentlichten ihre erste Single “So Easy“. Auf den Röyksopp-Sound schien die Welt gewartet zu haben: “So Easy“ und das im Jahr 2001 veröffentlichte Debütalbum erzielten beachtliche Erfolge bei Kritik und Publikum. Diskographie: > Melody A.M. (2001) > The Understanding (2005)
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