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Rosanne Cash – Black Cadillac (2006)

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von Magdalena Oehen am Mittwoch, 8. März 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Singer, Songwriter,  Country
Label: Capitol Records
CH-Vertrieb: EMI Music
Unsere Wertung:Rosanne Cash – Black Cadillac (2006)

Zeit, sich Gedanken zu machen
Rosanne Cash – Black Cadillac (2006)Kinder berühmter Eltern treten generell ein schweres Erbe an. Rosanne Cash gelingt es mit „Black Cadillac“ weiter aus dem Schatten ihres berühmten Vaters zu treten.

Geschickt gewählt war der Veröffentlichungstermin von “Black Cadillac” allemal: just nachdem der Film „Walk The Line“ Wellen geworfen und ein grosses Johnny Cash – Revival eingeläutet hat, erscheint das neue Album von Rosanne Cash. Simples auf der Erfolgswelle Mitreiten kann und will man Rosanne Cash aber nicht vorwerfen, zumal sie diese extra Publicity gar nicht wirklich nötig hat. Denn die Frau kann weit mehr, als sich auf den Lorbeeren ihres Übervaters auszuruhen.
Die zwölf Songs auf „Black Cadillac“ bewegen sich deutlich näher am Singer/Songwritertum als am Country. Genrespezifische Elemente wie Slide-Gitarre oder Pedal Steel treten in den Hintergrund, um Piano und Streichern und Rosanne Cashs zauberhaft reiner Stimme den Vortritt zu lassen. Rosanne Cash liess sich von verschiedensten Quellen inspirieren, vor allem aber von der Erinnerung an ihre Eltern (sowohl ihre leiblichen Eltern als auch ihre Stiefmutter sind während der zweijährigen Vorbereitungszeit zu „Black Cadillac“ verstorben). Musikalisch kann man Einflüsse heraushören, die von Folk („I Was Watching You“) über Swing („World Without Sound“) bis hin zu Traditionals („House on the Lake“) reichen. So vielseitig sie sich musikalisch zeigt, so poetisch, nachdenklich und bisweilen zynisch sind ihre Lyrics. So singt sie in „Like Fugitives“: „It’s a strange new world we live in/where the church leads you to hell/and the lawyers get the money/for the lives they divide and sell.” Rosanne Cash besitzt die Gabe, den Nerv der Dinge zu treffen.
“Black Cadillac” ist das ausgereifte Werk dieser intelligenten, eigenständigen Frau, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen zu zwölf wirklich wunderschönen und poetischen Songs verarbeitet hat. Song Nummer 13 beschert dem Zuhörer schliesslich  71 Sekunden kompletter Stille. Eine kleine Weile, um sich selbst Gedanken zu machen. Über das eben Gehörte und vielleicht auch etwas darüber hinaus.


Seit 20. Januar 2006 im Handel.

Anspieltipps: I Was Watching You; The World Unseen
Trackliste: 1) Black Cadillac; 2) Radio Operator; 3) I Was Watching You; 4) Burn Down This Town; 5) God Is In The Roses; 6) House On The Lake; 7) The World Unseen; 8) Like Fugitives; 9) Dreams Are Not My Home; 10) Like A Wave; 11) World Without Sound; 12) The Good Intent; 13) 0:71
similar artists: Over the Rhine, Natalie Merchant

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb
 
Bio:
Rosanne Cash wurde 1955 als Tochter von Johnny Cash geboren. Da sie als Kind durch ihren Vater vor allem die schlechten Seiten des Berühmtseins erfuhr (Drogensucht des Vaters, Scheidung der Eltern), beschloss sie für sich, einen anderen Weg zu gehen. Mit elf Jahren zog sie mit ihrer Mutter nach Los Angeles, wo sie schliesslich Schauspielerei studierte. Sie brach den Kontakt zu ihrem Vater jedoch nie ab und begleitete ihn in den 70er-Jahren mehrere Jahre lang auf seinen Roadshows. 1978 erschien ihr erstes selbstbetiteltes Album, das heute als Rarität gilt. Rosanne Cash erfreute sich während der 80er-Jahren grösster Beliebtheit mit mehreren TopTen-Hits in den Countrycharts und einem Grammy. Nach der Scheidung von ihrem Mann Anfang der 90er-Jahre entstanden die beiden sehr persönlichen Alben „Interiors“ und „The Wheel“. Nach dem von der Kritik gelobten Album „Ten Song Demo“ heiratete sie den Produzenten John Leventhal und zog nach New York. Als sie aufgrund ihrer dritten Schwangerschaft ihre Stimme verlor, entstanden eine Sammlung an Kurzgeschichten („Bodies Of Water“) und ein Kinderbuch („Penelope Jane: A Fairy’s Tale“), ausserdem schrieb sie Beiträge für die New York Times und den Rolling Stone. Mit Hilfe eines Therapeuten fand sie ihre Stimme wieder und begab sich 2002 erneut ins Studio, um „Rules of Travel“ aufzunehmen, das speziell durch das Duett mit ihrem Vater auffiel. 2006 erscheint Rosanne Cashs neues Album „Black Cadillac“.

Rosanne Cash – Black Cadillac (2006)
Diskographie:
> Rosanne Cash (1978)
> Right Or Wrong (1979)
> Seven Year Ache (1981)
> Somewhere In The Stars (1982)
> Rhythm And Romance (1985)
> King’s Record Shop (1987)
> Hits 1979-1989 (1989)
> Interiors (1990)
> The Wheel (1993)
> Retrospective (1995)
> Ten Song Demo (1996)
> What Kinda Girl Live (1999)
> Rules Of Travel (2003)
> The Very Best Of (2005)
> Black Cadillac (2006)



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