Secret Machines – Ten Silver Drops (2006) |
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| von Michael Rothen am Montag, 24. April 2006 in Neuerscheinungen | |
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Genre: Rock Label: Reprise Records CH-Vertrieb: Warner Music Unsere Wertung: ![]() Ein Blick zurück mit Wehmut.
Was ich nicht so mag, sind Abhandlungen darüber, warum denn der Vorgänger besser war als der Neuling. Medial exzessivst ausgelebt am Beispiel The Strokes „Is This It“ vs. „Room On Fire“.
Doch für einmal scheint mir dieses Unding einer Betrachtungsweise als vollkommen adäquat, angebracht; ja, drängt sich mir geradezu auf. Es tut mir Leid, doch verspüre ich Wehmut mit viel Weh und eher wenig Mut beim Anhören der neuen Secret Machines-CD „Ten Silver Drops“. Das Meiste, was mich dazumal – auf „Now Here Is Nowhere“ – tiefgründigst verzauberte und verzückte, scheint auf „Ten Silver Drops“ grossflächig zu fehlen. Ging mir das Liedgut der weissen Platte noch durch Mark und Bein, so vermögen die geheimen Maschinen auf der Grünen mich nur noch fade zu kitzeln. Auch nach mehrmaligem Anhören – was sich immerhin loht, da Entwicklungspotential – stellt sich die Situation nicht grundsätzlich anders dar. Das Schwere, das Magische, das permanent und penetrant Stoische ist bei Zeiten einem leicht aufgepoppten und zugänglicheren Grundtenor gewichen. Nicht, dass man es nun mit 3-minütigen Pop-Perlen zu tun hätte, doch gewissermassen und über weite Strecken verlässt das Album die für mich so speziellen Secret Machines-Pfade vergangener Tage – eine wohl gewollte Weiterentwicklung entgegen des Rezensenten-Gustos. Was früher kaum genug lange dauern konnte – diese tranceartige, monotone vor sich hin Gespiele – verkommt anno 2006 doch ab und an zur regelrechten Langeweile. Tja, das kann’s geben. Für mich ist’s leicht traurig. Andere hingegen werden sehr wohl ihre Freude haben mit den silbernen Tropfen, schlecht oder gleich mainstream im negativsten Sinne ist’s dann schon nicht. Einfach einiges herkömmlicher und leicht verdaulicher, resp. angepasster. Da helfen die virtuosen Gitarren-Sounds oder die feine Produktion leider auch nicht weiter. Es könnte trotz allem DAS Album werden, das den Secret Machines beschert, was sie sicherlich verdienen: Aufmerksamkeit. Zum versöhnlichen Abschluss meine Highlights von „Ten Silver Drops“: #1 „Alone, Jealous And Stoned“; #4 „Daddy’s In The Doldrums“; #5 „I Hate Pretending“. Und der Rest? Haut mich nicht vom Hocker, ist aber kaum wirklich unbrauchbar: Je ein Punkt für die Highlights, und fünf Mal einen halben für die restlichen, dann dividiert durch acht und multipliziert mit fünf ergibt am Ende noch immer respektable dreikommafünf Sterne und so soll es denn auch sein. Seit 24. März 2006 im Handel. Anspieltipps: Alone, Jealous And Stoned; Daddy’s In The Doldrums; I Hate Pretending Trackliste: 1) Alone, Jealous And Stoned; 2) All At Once (It’s Not Important); 3) Lightning Blue Eyes; 4) Daddy’s In The Doldrums; 5) I Hate Pretending; 6) Faded Lines; 7) I Want To Know If It’s Still Possible; 8) 1,000 Seconds similar artists: David Bowie, T-Rex, Led Zeppelin, Pink Floyd, Neu! > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb Bio: Secret Machines Weg findet seinen Anfang im Juli 2000 in Dallas. Die Gebrüder Brandon und Benjamin Curtis (Bass, Gesang und Gitarre) sowie Josh Garza (Drums mit erheblicher Bassdrum) setzen fortan alles auf die Karte Musik und mieten sich zusammen eine grosse Einzimmerwohnung, die zeitgleich als Übungsraum dient. Im Jahre 2002 erscheint die Independent-EP „September 000“, worauf die Jungs vom Label Reprise Records unter Vertrag genommen werden. Ihr Zweitlingswerk „Now Here Is Nowhere“ erschüttert im Mai 2004 die Welt der Alternative-Musik nachhaltig. Zur gleichen Zeit weiss die Band die Gunst der Stunde zu nutzen und überzeigt zusätzlich live durch kraftvollste Bühnenauftritte. Gespannt wartete nun die Anhängerschaft der non-kommerziellen Musik auf den dritten Streich der Secret Machines, der aktuell in Form von „Ten Silver Drops“ vorliegt und die Vorlage für weiter wachsende Aufmerksamkeit sein könnte. Diskographie: > September 000 (2002) > Now Here Is Nowhere (2004) > Ten Silver Drops (2006)
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