News und Infos
Newsletter
NewsletterAbonniere unseren kostenlosen Newsletter und bleibe so immer auf dem Laufenden.






RSS-Feed
Der RSS-Feed von ::exit.music::
Abonniere unseren RSS-Feed!
Login / Registrierung

Partner

Advertisement
Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
exitmusic.ch on Facebook

Silje Nes - Ames Room

Drucken E-Mail
von Philippe Feer am Freitag, 14. März 2008 in Neuerscheinungen   
Genre: Electronica/Songwriter
Label: FatCat
CH-Vertrieb: TBA
Unsere Wertung:Silje Nes - Ames Room


Entrückt
Ames RoomLetzte Woche bin ich umgezogen. Mein Zimmer kann sich zwar nicht an „Ames Room“ messen, aber gewisse Vergleiche zur ersten Platte der Norwegerin darf man sicher herstellen.

Vielleicht ging es Silje Nes ähnlich, als sie aus Leikanger, einem kleinen Ort inmitten der norwegischen Fjorde, in die Musikhochburg Bergen und dann ins grosse Berlin zog. Alle Eindrücke und Erinnerungen aus der Kindheit, und die zweifellos wunderschöne und traumwandlerische Landschaft hat sie in Gedanken mitgetragen und lässt sie mithilfe ihres Laptops, der neben einer Vielzahl von Instrumenten der dominate Eckpfeiler auf „Ames Room“ ist, ausleben.

Das Zusammenspiel zwischen kleinem Raum und grosser Welt erschliesst sich dem Hörer vom ersten Moment. Silje Nes nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise, in der der Teddybär eine Geschichte beginnt, jedoch vom Liebesbrief in der untersten Schublade unterbrochen wird. Sprunghaft lässt sie sich von Eindrücken gehen und ihre kindliche Stimme ist mal eine Wasserfee, die wie in „Drown“ unter einer Oberfläche aus blubbernden Geräuschen auftaucht, mal ein Waldgeist, der sich wie in „Giant Disguise“ hinter massiven Bäumen versteckt.

Melodien sind nur wenige auszumachen, trotzdem wirkt „Ames Room“ nie lose. Wenn man einen Schalter betätigt, gerät das ganze Zimmer in Bewegung. Meistens bleibt die Instrumentierung aber intim und leise; „Bright Night Morning” beginnt mit einem bekannten Schlagzeugrhythmus, lässt dann auf einmal jeden zweiten Schlag aus und zwingt den Hörer der kaum hörbaren Stimme zu lauschen. Auf einmal hat sie die Zeile gefunden “With a bike to remember / With a bike to go away” und wird deutlich. Auf “Recurring Dream” tritt mit dem Gesang eine Trompetenmelodie in Erscheinung, die sich vor lauter Übermut schnell wieder zurückziehen will. Dazwischen hat es immer wieder Filler, die die negative Bedeutung dieses Wortes aber so gar nicht erfüllen wollen und unserer Vorstellungskraft nur zugute kommen.

Es ist nicht leicht, alle Eindrücke aufzuzählen und auch die Machart hinter den Songs zu erahnen. Besonders geblieben sind der poppige Titelsong, der auf knisternden Beats und holpriger Strasse den Weg  zurück in „Ames Room” erzählt, und das abschliessende „No Bird Can” schafft es Schreibmaschine, das Brummen eines Dampfschiffs und ein Vogelzwitscher zu vereinen.

Falls ihr in eurem Zimmer Kopfhörer findet, ist es höchste Zeit „Ames Room“ genauer anzuhören, denn so geniesst und erschliesst sich diese vielversprechende Platte am Besten. Ich werde sie im neuen Zimmer jedenfalls nicht so schnell verlegen.


Seit 11. März 2008 im Handel.

Anspieltipps:
Over All, Ames Room, Giant Disguise, Bright Night Morning, No Bird Can
Trackliste: 1) Over All; 2) Drown; 3) Shapes, Electric; 4) Ames Room; 5) Giant Disguise; 6) Dizzy Street; 7) Long Shadows Left Around; 8) Bright Night Morning; 9) Recurring Dream; 10) Searching, White; 11) Magnetic Moments Of Spinning Objects; 12) Melt; 13) Escape; 13) No Bird Can
similar artists: Juana Molina, Stina Nordenstam, Amiina, Mugison, Efterklang, múm , The Books, Mi And L’au, Coco Rosie, Sigur Ros

> Hören und Kaufen > MySpace > Label

Bio:

Mit 26 Jahren veröffentlicht die Norwegerin, die mittlerweile in Berlin heimisch ist, bei FatCat ihr erstes Album.

Silje Nes
Diskographie: 

> Ames Room (2008)


» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< Zurück   Weiter >