Silver Jews - Tanglewood Numbers (2005) |
|
|
| von Magdalena Oehen am Mittwoch, 7. Dezember 2005 in Neuerscheinungen | |
|
Genre: Indie-Rock, Country Label: Drag City CH-Vertrieb: RecRec Unsere Wertung: Steadily Rockin' OnVier lange Jahre mussten sich die Fans der "only band that matters" gedulden, bis sie diesen Herbst endlich neue Frischkost von Mastermind David Berman vorgesetzt bekamen. Doch das Warten hat sich gelohnt: "Tanglewood Numbers" ist genauso schön, verschroben und genial wie seine fünf Vorgänger. David Berman und seine Mitstreiter musizieren auf "Tanglewood Numbers" exzentrisch und überzeugend, wie gewohnt countryesk und teilweise überraschend rockig. Übercoole Gitarrenriffs ("Sometimes A Pony Gets Depressed") geben sich mit Banjos und wunderbarem Harmoniegesang ("Animal Shapes") die Klinke in die Hand. Berman singt mit melancholisch gefärbtem Timbre seine manchmal herzzerreissenden, manchmal witzig ironischen Lyrics, wobei sich sein poetisches Talent stets bemerkbar macht. Er beweist sich vor allem im siebenminütigen Indie-Spektakel "The Farmer's Hotel" als exzellenter Geschichtenerzähler (ja, Goshen gibt's wirklich). Dass "Tanglewood Numbers" am Ende eines schwierigen Lebensabschnittes Bermans erscheint, darüber täuschen nicht einmal die locker rockenden, teilweise durchaus tanzbaren Grooves und jovial daherkommenden Melodien hinweg. Das ganze Album ist geprägt von einem Grundtenor von unterschwelliger Melancholie, der sich ab und an in sehnsuchtsvollen Violinenmelodien oder herzergreifenden Duetten klar bemerkbar macht. Prominente Namen zieren auch dieses Mal das Booklet des Silver Jews Album: Die Pavementbegründer Stephen Malkmus und Bob Nastanovich, alt.Country-Held Will Oldham, David Bermans Frau Cassie Berman und viele andere Ehrenmitglieder der Kultgruppe versammelten sich einmal mehr und schufen einen weiteren kleinen Meilenstein in der nunmehr 15-jährigen Geschichte der Silver Jews. Auch Album Nr. 6 der Silver Jews überzeugt also auf ganzer Linie. Ein Herzenswunsch bleibt den treuen Anhängern des Berman'schen Musikantenclubs jedoch nach wie vor verwehrt und es wird immer ungeduldiger gefragt: Wann gibt's denn endlich mal ne Tour?! Seit 17. Oktober 2005 im Handel. Anspieltipps: Sometimes A Pony Gets Depressed ; The Poor, The Fair And The Good Trackliste: 1) Punks In The Beerlight; 2) Sometimes A Pony Gets Depressed; 3) K-Hole; 4) Animal Shapes; 5) I'm Getting Back Into Getting Back Into You; 6) How Can I Love You (If You Don't Lie Down); 7) The Poor, The Fair And The Good; 8) Sleeping Is The Only Love; 9) The Farmer's Hotel; 10) There Is A Place similar artists: Wilco, Neutral Milk Hotel, Pavement (…manchmal) > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb Bio: Die Silver Jews wurden 1989 von den drei Studienfreunden David Berman, Bob Nastanovich und Stephen Malkmus in New York gegründet. Nach mehreren Singles erschien 1993 die erste LP der Silver Jews, die aufgrund der Zusammenarbeit mit Stepehn Malkmus lange Zeit "nur" als Seitenprojekt zu den äusserst erfolgreichen Pavement angesehen wurden. Nach mehreren veröffentlichten Alben und mit stetig wachsender Fangemeinde wurde auch den Letzten bewusst, dass es sich bei den Silver Jews - rund um das einzig konstante Mitglied David Berman - um ein eigenständiges Projekt des Multitalentes handelt. Neuester Beweis: das soeben veröffentlichte, sechste Album "Tanglewood Numbers". Diskographie: > The Arizona Record (1993) > Starlite Walker (1994) > The Natural Bridge (1996) > American Water (1998) > Bright Flight (2001) > Tanglewood Numbers (2005)
» Noch keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich. |
| < Zurück | Weiter > |
|---|




