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Skunk Anansie - Wonderlustre

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von TheNoise am Montag, 27. September 2010 in Neuerscheinungen   

Genre: Rock  |  Label: V2 (Phonag)  |  Unsere Wertung: 4.0/10

WonderlustreStandard-PR für Standard-Musik
Solo haben sie es nicht gepackt. Also haben sich die Politrocker keine zehn Jahre nach der Auflösung wieder zusammengefunden. Ihre Rückkehr haben Skunk Anansie bereits im vergangenen Jahr mit Hilfe eines Gerüchts angekündigt und mit dem Best of-Album „Smashes and Trashes“ vorbereitet. Und jetzt?

Wie ein Erdrutsch schlitterten die Briten Mitte der 1990er Jahre mit ihrem fulminanten Debütalbum "Paranoid & Sunburnt" in die Musikszene. Sängerin Skin, schrill und exaltiert, gab in ihren Clit-Rock-Texten politische Kommentare zur Zeit, ihre Bandkollegen bretterten unverblümt mit. Trotzdem zeigte das Quartett – zwar verhalten, doch ebenso versiert – von Anfang an, dass sie auch die subtilen Töne beherrschen. Jetzt haben sich die beiden Pole – ein wenig zugunsten der milderen Seite - angenähert. Auf „Wonderlustre“ präsentieren sich Skunk Anansie mehr als Stadionrocker denn als Indie-Band. Das Quartett spielt noch immer kraftvoll, legt aber mehr Wert auf lange Melodiebögen, und die Ecken ihres Debüts haben sie längst glatt geschliffen. Härte für die Massen, nur noch selten originell.

Manche Stücke, etwa der durchaus gelungene Auftakt, „God Loves Only You“ oder „I Will Stay But You Should Leave“ sind so konventionell, dass sie von Anfang an vertraut wirken. Mit der Single-Auskoppelung „My Ugly Boy“ sinkt das Vertrauen in den künstlerischen Erfolg der Wiedervereinigung. Zweifellos, es gibt nette Elemente – hier ein leicht schrammeliges Gitarrenintro, dort ein kantiger Rhythmus – der in bekannter Manier zum Mitsingrefrain wird. Das annähernd luftige „The Sweetest Thing“ würde auch Julian Casablancas gut anstehen.

Auch wenn Skunk Anansie auch heute noch temperamentvoll sein können: das Erdbeben bleibt aus, ihre Musik ist nicht mehr ungestüm und charakterstark, sondern gut gemachter Rock im massenkompatiblen Härtegrad.

Seit 10. September 2010 im Handel

> Hören und Kaufen
> Offizielle Webseite > MySpace > Label

Anspieltipps:
> The Sweetest Thing

Diskographie:
> Paranoid & Sunburnt (1995)
> Stoosh (1996)
> Post Orgasmic Still (1999)
> Wonderlustre (2010)

Vergleichbare Künstler:
> Skin
> Rage Against the Machine
> Henry Rollins
> Red Hot Chili Peppers
» 2 Kommentare
1Kommentar
am Donnerstag, 30. September 2010 11:20von jörg
das ist keine pr. das ist kritik. und darin eine eigene meinung, die ich nicht vertreten kann.  
 
das Album ist für mich das geilste, was 2010 rausgekommen ist und bläst mich nach zig mal hören immer noch weg. und was ist mit den neuen hammersongs auf smashes/trashes? ist das auch standard-mainstream? 
 
du must mal dein volume mal mehr aufdrehen anstatt die songs auf deinem ipod im büro zu testen. ;)
2Kommentar
am Mittwoch, 6. Oktober 2010 21:23von TheNoise
Richtig, das ist, ganz im ursprünglichen Sinn des Wortes, eine Kritik. Das Album "Smashes and Trashes" ist, wie im Titel erkennbar, nicht Gegenstand dieser Rezension, daher erübrigt sich dessen Einschätzung. Ich stimme gerne zu, dass erhöhte Lautstärke den Spass an der Musik steigern kann, schliesse das für die Qualität der Musik jedoch aus. Abgesehen davon, dass es mittlerweile MP3-Dateien in CD-Qualität gibt, werden von mir keine MP3-Dateien eingesetzt - für Print- und Online-Rezensionen ebensowenig wie im Radio.  
Weiterhin vergnügtes Hören 
wünscht 
TheNoise
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