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Sophia - There Are No Goodbyes

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von Michael Messerli am Montag, 27. April 2009 in Neuerscheinungen   

Genre: Singer/Songwriter, Indie  |  Label: Flowershop Recordings (Irascible)  |  Unsere Wertung: 7.0/10

There Are No GoodybesSchlicht und ergreifend
„It’s a sad record. Quite possibly the darkest record I’ve ever made“, schreibt Robin Proper-Sheppard im Pressetext. Kein Songwriter, der uns hinters Licht führen will. Aber einer, der unsere Aufmerksamkeit lenkt.

Wenig überraschend also, dass sich viele bei der Besprechung von „There Are No Goodbyes“ dieser Traurigkeit annehmen. Erstaunlicher aber, dass die Platte eigentlich gar nicht so wahnsinnig düster ist. Aber alles der Reihe nach. „There Are No Goodbyes“ beginnt mit dem gleichnamigen Hit. Handclaps und eine einfache Kernaussage im Refrain. Was folgt, sind weitere neun Lieder über Trennungsschmerz und das Verlassenwerden. Klingt alles irgendwie bekannt. Schublade auf, Sophia reingehauen und gut ist? Geht nicht. Proper-Sheppard jammert auf zu hohem Niveau.

Was ein wenig respektlos klingt, ist nüchtern betrachtet durchaus positiv zu verstehen. Dieser Mann betreibt seelischen Exhibitionismus, weil er nicht anders kann: „That was a good day, a great day/ You should see me when it all turns black/ Sometimes I even scare myself/ With the shadows I cast“. Hört man seine Songs mit Kopfhörern, spürt man, wie nahe er einem damit kommt („Dreaming“). Sich verstecken klingt anders. Die Verletzlichkeit wird sogar noch betont, etwa mit heulender Lap-Steel-Gitarre („Signs“), mit dezenten Streichern („Heartache“) oder mit sehnsüchtigem E-bow („Storm Clouds“). Die Liebe zu solchen Details macht die Musik von Sophia gross. Dass „There Are No Goodbyes“ dabei nicht in Pathos und Selbstmitleid ersäuft, dass trotz der eigens empfundenen Düsterheit immer wieder etwas Licht durchscheint („Obvious“), das zeigt, dass diese Lieder leben. Auch wenn der Mensch dahinter leidet. Und wenn das jetzt pathetisch war, dann bitte. Am Ende aber bleibt die simple Erkenntnis, dass Trennungen ein Prozess sind und sie durchaus die Kraft haben, einen Menschen zu verändern („Portugal“). So schliesst sich der Kreis. Schlicht und ergreifend.

Seit  24. April 2009 im Handel. 

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb
Sophia
Anspieltipps:
> There Are No Goodbyes
> Storm Clouds
> Signs
 
Diskographie:
> Fixed Water (1996)
> The Infinite Circle (1998)
> De Nachten (2001)
> People Are Like Seasons (2004)
> Technology Won’t Save Us (2006)
> There Are No Goodbyes (2009)
 
Ähnliche Künstler: 
> Red House Painters
> The God Machine
> Eels
> Nada Surf
> Neil Young
> Sun Kil Moon
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