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Soulsavers - It’s not how far you fall, it’s the way you land

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von Lukas Meyer-Marsilius am Mittwoch, 30. Mai 2007 in Neuerscheinungen   
Genre: Trip-Folk-Rock
Label: V2 Records
CH-Vertrieb: TBA
Unsere Wertung:Soulsavers - It’s not how far you fall, it’s the way you land


Unholy Union
It’s not how far you fall, it’s the way you landBritischer Trip-Rock trifft auf den amerikanischen Workaholic mit der besten Stimme, Mark Lanegan.

Mark Lanegan tanzte schon immer auf vielen Hochzeiten: war er doch als Sänger der Screaming Trees nicht nur Vorbild von Kurt Cobain, sondern nahm mit diesem zusammen sogar eine EP auf (unter anderem mit „Where Did You Sleep Last Night“ von Leadbelly, das durch Nirvanas MTV-Unplugged-Auftritt weltberühmt wurde); schon Anfang der 1990er-Jahre nahm er erste Solo-CDs auf, im neuen Jahrtausend schloss er sich den Queens of the Stone Age an, machte weitere Solo-CDs, machte bei vielen Projekten mit, nahm mit der schottischen Sängerin Isobel Campbell ein Album auf, war Gastsänger bei den Twilight Singers... und jetzt auch auf einem ganzen Album der Soulsavers. Für diese ist es das erste Album nach dem Debüt, und sie haben sich einen guten Gast ausgesucht.

Die Eröffnung gelingt sehr gut, „Revival“ mit seinem getragenen Rhythmus und dem Gospelchor ist ein kleiner Hit, irgendwo zwischen Gottesdienst in Harlem und Rock in Seattle. Die folgenden Stücke sind schleppend-rockig und sehr düster, mit viel verzerrter Gitarre, erinnern an Lanegans beste Momente auf seinem letzten Soloalbum. „Ask The Dust“ ist ein Instrumental, das ruhig anfängt, mit einem kurzen Gitarreneinsatz rockig wird und dann schon ausklingt; eine endlose Feedbackorgie hätte als Schluss besser gepasst. In der zweiten Hälfte des Albums folgen einige Covers: das eher unnötige „Spiritual“, das nicht schlecht klingt, aber einfach nicht mit Johnny Cashs Version mithalten kann; ausserdem nimmt man Lanegan den Text „Jesus, I don’t wanna die alone“ einfach nicht ab; „Through My Sails“ von Neil Young und „No Expectations“ von den Rolling Stones zählen auch nicht gerade zu den Highlights auf dem Album. Die eigenen Stücke sind alle eher ruhig, lassen den Drive vermissen, höchstens „Jesus Of Nothing“ kann da mitreissen.

Nicht schlecht, das Ganze, aber es hätte mehr werden können; Soulsavers featuring the one and only Mark Lanegan ist gut, erreicht aber nie die Intensität von – zum Beispiel – dem Massive Attack-Cover „Live With Me“, das Lanegan mit den Twilight Singers machte (zu finden auf der Twilight Singers-EP „Stitch In Time“). Nach einem guten, dreckigen Anfang, lässt das Album deutlich nach; ein bisschen mehr Reduktion, mehr Rock, mehr Gitarre hätte gut getan. Beats und Synthie sind okay, sollten aber härter und düsterer sein, damit Lanegans Stimme voll zur Geltung kommen kann. Es liegt mir fern, dieses Projekt als gescheitert zu bezeichnen – aber ein bisschen mehr hätte ich schon erwartet.


Seit  30. März 2007 im Handel.

Anspieltipps: Revival; Paper Money; Jesus Of Nothing
Trackliste: 1) Revival; 2) Ghosts Of You & Me; 3) Paper Money; 4) Ask The Dust; 5) Spiritual; 6) Kingdoms Of Rain; 7) Through My Sails; 8) Arizona Bay; 9) Jesus Of Nothing; 10) No Expectations;
similar artists: Twilight Singers, The Jesus And Mary Chain, Velvet Underground, The Stooges

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label

Bio:
Soulsavers bestehen aus Ian Glover und Rich Machin, zwei englische Produzenten und Remixer, die 2003 ihr erstes Trip-Hop-lastiges Debüt „Tough Men Don’t Dance“ veröffentlichten. Mark Lanegan, geboren 1964 in der Nähe von Seattle, war Sänger der Seattle-Legenden Screaming Trees, die unter anderem auch Kurt Cobain und Nirvana stark beeinflussten. Ab 1990 verfolgte er ausserdem eine Solokarriere. Bekannt wurde er in letzter Zeit vor allem durch seine Kollaborationen mit den Queens Of The Stone Age, den Twilight Singers und Isobel Campbell.

Soulsavers
Diskographie:

> Though Men Don’t Dance (2003)
> It’s not how far you fall, it’s the way you land (2007)


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