Ursprünglich für seine Freunde und Familie gedacht,
erweitert Sufjan Stevens zu Weihnachten seinen Freundeskreis. Seine
Weihnachtslieder finden nun auch den Weg in unsere bebaumten Stuben.
Hark!
Sufjan Stevens’ selbst auferlegte Lebensaufgabe, jedem US-Bundesstaat ein Album auf den Leib zu schreiben, bzw. zu komponieren, wird wohl zwangsläufig am Zahn der Zeit scheitern. Nun gut, so ernst gemeint war’s ja nicht wirklich, er selbst betitelte sie einst als ein „lachhaftes Unterfangen“. Nichts desto trotz ist Sufjan Stevens ein äußerst arbeitsamer Songwriter. Die „Illinois“-Outtake-Kollektion „The Avalanche“ und die aktuelle Veröffentlichung der „Songs For Christmas“ unterstreichen dies. Das Schreiben von gelungenen und unpeinlichen Weihnachtliedern ist indes eine äußerst heikle Sache. Doch schon das unvollständige Promotions-Material lässt erahnen, dass bei dieser fünf EP starken Box selbst leise Zweifel verstummen dürften.
Die erste EP datiert aus dem Jahre 2001 und entsprang einer Übung in Masochismus. Gleichzeitig aber auch seiner Absicht, mehr Verständnis für den Weihnachtshype zu finden. Diese und spätere Aufnahmen waren zunächst für sich, seine Familie und seine Freunde bestimmt. Jetzt sind die Songs überdies den erweiterten Freundes- und Fan-Kreisen zugänglich. Und jene dürfen sich freuen. „Songs For Christmas“ ist nämlich ähnlich vielseitig wie seine früheren Werke. Miniaturen weihnachtlicher Klassiker und orchestrale Stücke reihen sich neben sparsam instrumentierte Lieder. Mit „Hey Guys! It’s Christmas Time!“ macht er uns nebenbei darauf aufmerksam, dass während der Weihnachtszeit nicht nur Lichterketten, sondern durchaus auch die E-Gitarre mit Strom versorgt werden darf. Sogar als Weihnachtspunk macht dieser Musiker eine gute Figur.
Natürlich klingt dies alles nach Weihnachten, aber es klingt eben immer auch nach Sufjan Stevens. Und so wird es selbst den weihnachtsmuffligen Fans gut tun, seiner sanften Stimme zu lauschen. Einer Stimme, die so versöhnlich klingt, als könne sie jeden Konflikt der Welt schlichten. Jenen um den passenden Weihnachtsabend-Soundtrack kann sie vielleicht tatsächlich.
Zusätzliche Inhalte der Box:
> EXTENSIVE LINER NOTES by Sufjan Stevens
> AN ORIGINAL CHRISTMAS ESSAY by Rick Moody
> AN ANIMATED MUSIC VIDEO for „Put The Lights On The Tree“ by Tom Eaton
> A CHRISTMAS SONGBOOK with lyric sheets and chord charts (so you can sing along!)
> ORIGINAL ILLUSTRATIONS by Stephen Halker
> A FESTIVE CHRISTMAS FAMILY PORTRAIT PAINTING of Santa Sufjan (with wife and kids!) by Jaques Bredy
Seit 20. November 2006 im Handel.
Anspieltipps: That Was The Worst Christmas Ever!; Hey Guys! It’s Christmas Time!; Sister Winter
Trackliste CD 1 (Noel: Songs For Christmas, Vol. I): 1) Silent Night; 2) O Come O Come Emmanuel; 3) We’re Goin’ To The Country!; 4) Lo How A Rose E’er Blooming; 5) It’s Christmas! Let’s Be Glad!; 6) Holy Holy, etc.; 7) Amazing Grace
Trackliste CD 2 (Hark!: Songs For Christmas, Vol. II): 1) Angels We Have Heard On High; 2) Put The Lights On The Tree; 3) Come Thou Fount Of Every Blessing; 4) I Saw Three Ships; 5) Only At Christmas Time; 6) Once In Royal David’s City; 7) Hark! The Herald Angels Sing!; 8) What Child Is This Anyway?; 9) Bring A Torch, Jeanette, Isabella
Trackliste CD 3 (Ding! Dong!: Songs For Christmas, Vol. III): 1) O Come, O Come Emmanuel; 2) Come On! Let’s Boogey To The Elf Dance!; 3) We Three Kings; 4) O Holy Night; 5) That Was The Worst Christmas Ever!; 6) Ding! Dong!; 7) All The King’s Horns; 8) The Friendly Beasts
Trackliste CD 4 (Joy: Songs For Christmas, Vol. IV): 1) The Little Drummer Boy; 2) Away In A Manger; 3) Hey Guys! It’s Christmas Time!; 4) The First Noel; 5) Did I Make You Cry On Christmas Day? (Well, You Deserved It!); 6) The Incarnation; 7) Joy To The World
Trackliste CD 5 (Peace: Songs For Christmas, Vol. V): 1) Once In Royal David’s City; 2) Get Behind Me, Santa!; 3) Jingle Bells; 4) Christmas In July; 5) Lo! How A Rose E’er Blooming; 6) Jupiter Winter; 7) Sister Winter; 8) O Come O Come Emmanuel; 9) Star Of Wonder; 10) Holy, Holy, Holy; 11) The Winter Solstice
similar artists: Anathallo, Duke Special, Danielson, Jens Lekman, Iron & Wine
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Bio:
Sufjan Stevens wird im Juli des Jahres 1975 in Detroit geboren. Obwohl er ein Kind der Industriestadt ist, beginnt seine Karriere im ländlichen Ort Holland. Dort ist er Mitglied der Folk-Rock-Band Marzuki, bei welcher er seine Vorliebe für selten eingesetzte Instrumente erstmals zum Ausdruck bringt. 1999 folgt eine studiumsbedingte Umsiedlung nach New York, wo er vermehrt Zeit für seine Soloprojekte einsetzt. Bereits ein Jahr darauf, veröffentlicht er sein Debüt „A Sun Came“. Um es zu promoten, tourt er mit dem Kollektiv Danielson Famile, bei welchem er zwischenzeitlich auch Bandmitglied ist und die Banjo-Parts übernimmt. Auf seinem Zweitwerk „Enjoy Your Rabitt“ versucht er sich erstmals an einem Konzeptalbum. Nach der Abhandlung der Tiere des Chinesischen Horoskops auf „Enjoy Your Rabitt“ nimmt er sich den Staatenkonzepten „Michigan“ und später „Illinois“ an. Zwischenzeitlich veröffentlich er auf „Seven Swans“ diverse Songs aus Seitenprojekten. Es handelt sich dabei um ein Album, das ihn als tiefreligiösen Songwriter zeigt. Zur diesjährigen Weihnachtszeit erscheint nun eine Box, bestehend aus fünf EPs, wessen Songs seit 2001 jeweils zur Weihnachtszeit entstanden sind.