Sugarplum Fairy - Young & Armed (2005) (Universal/Universal Music) |
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| von Ivana Leiseder am Mittwoch, 1. Juni 2005 in Neuerscheinungen | |
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Hach, sind die nieeeeedlich! Und wieder einmal ist es erwiesen: Gewissen Familien muss das Talent wohl in die Wiege gelegt worden sein. Wie z.B. den Norens aus dem schwedischen Borlänge: Eine Familie. Drei junge, talentierte Songschreiber. Drei aufstrebende, selbst ernannte Rockhelden, die Bands wie The Beatles oder Oasis frönen. Gaben gestern noch Gustaf Noren und Björn Dixgard mit Mando Diao den Ton an, tun es heute die jüngeren Brüder des Erstgenannten mit ihrer Band Sugarplum Fairy. Im Wir-sind-die-Allergrössten-Irrtum ganz den Älteren nachkommend, geht es auf deren Debütalbum jedoch eher... nun ja, unschuldiger und putziger vonstatten. Während sich Mando Diaos musikalischen Ergüsse eher an coole, ewig junge Headbanger wenden und nach Bier, Zigaretten und sonstigem Gelage schmecken, ist "Young & Armed" ein perfektes Trösterchen ohne jegliche Ecken und Kanten für kleine, herzige Mädchen (liebe Grüsse an dieser Stelle an ihre Durchlaucht S. Z.), die ihren schmucken Idolen die Ohren vollkreischen. Sehr hübsche Harmonien, an Oasis erinnender, näselnder Gesang, satte Gitarrenriffs und ohrwurmverdächtige Melodien zieren die 13 Pop-Songs (oh ja, Popsongs). Nichts da, das stören würde. Hübsche Balladen wie "Coming Home" sind auf dem dreiviertelstündigen Ohrenschmaus genauso zu finden wie rockige Stubenkracher wie "Morning Miss Lisa". Um sich von all den anderen Retro-Bands ein wenig hervorzutun, lassen Sugarplum Fairy in Stücken wie "Coming Home" oder "Sail Beyond Doubt" (die Perle des Albums) auch mal Trompete, Saxophon oder Mundharmonika zum Tanz aufspielen, was angenehm überrascht und sehr zu gefallen weiss. Wenigstens etwas, das die Platte nicht in den Abyssus der Langeweile sinken lässt. Gesungen wird über dies und jenes, lyrisch herzlich wenig Sinniges ("I'm so tired I haven't slept for months" - gut, ich auch nicht) - Hauptsache, es klingt cool. Und das ist es auch bereits, was es zu dieser netten, durchaus hörbaren, aber trotzdem furchtbar schnulzig-poppigen Platte zu sagen gibt. Noch ein wenig üben, liebe Jungs, und dann werden wir euch als zweite Mandos in einer verrauchten Bar mit Kippen im Mund wieder hören. Yeah yeah! Seit 16. Mai 2005 im Handel. Anspieltipps: Mornin Miss Lisa, Sail Beyond Doubt, Far Away From Man similar artists: Mando Diao, The Beatles, Oasis > Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb Bio: Sugarplum Fairy sind Victor Noren (Lead Vocals, Bass und Perkussion), Carl Noren (Lead Vocals und Rhythmusgitarre), David Hebert (Bass und Orgel), Kristian Gidlund (Drums) und Jonas Carlson (Lead Gitarre) aus Borlänge, Schweden. Victor und Carl Noren, Brüder von Mando Diaos Gustaf Noren, gründeten 1998 mit Drummer Kristian Gidlund eine erste Band, bevor wenig später Schulfreund Jonas Carlson hinzukam. Jener qualifizierte sich aufgrund seines coolen Haarschnitts, konnte aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht Gitarre spielen. David Herbert komplettierte schliesslich das Lineup der Band, die anfänglich in jeder Hinsicht Oasis nacheiferte und sich für besser als die Beatles hielt. Nach unzähligen Liveauftritten wurden Sugarplum Fairy von Sony und Universal unter die Fittiche genommen, ohne je ein Demo aufgenommen zu haben. Im Herbst 2004 erschien eine erste EP mit dem Titel "Stay Young" und im April 2005 nun das Debütalbum "Young And Armed". Die Worte Sugarplum Fairy sind einem Song der Beatles entnommen, die mit den Rolling Stones zu den Vorbildern Sugarplum Fairys gehören. Diskographie: > Stay Young EP (2004) > Young & Armed (2005)
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