The Beautiful New Born Children – Hey People! (2006) |
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| von Philipp Gautschi am Mittwoch, 8. Februar 2006 in Neuerscheinungen | |
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Genre: Retrorock Label: Domino Recording Company CH-Vertrieb: Musikvertrieb Unsere Wertung: ![]() NeugeborenEin bekanntes Sprichwort besagt, dass die Würze in der Kürze liegt (oder umgekehrt). Ich stimme grundsätzlich zu; lieber Kurz- als Langeweile, man kann’s jedoch auch übertreiben. Die neun auf dieser Platte enthaltenen Stücke dauern ganze 23 Minuten, wobei 7 davon fürs grosse Finale ’’Up And Down And Round And Round’’ draufgehen. Meine mageren algebraischen Fähigkeiten errechnen mit Müh und Not also 16 für acht bzw. 2 Minuten pro Stück. Für allerkürzeste Kurzweile ist aus dem mathematischen Blickpunkt gesehen also gesorgt. Musikalisch sieht’s ziemlich ähnlich aus. Sehr rassiger, manchmal gar sehr punkiger (was die Stückkürze erklären dürfte), rauher, grober, schrammeliger, chaotischer, vielleicht etwas eintöniger Rock mit deutlichem Hang zu den guten alten Zeiten. Jedenfalls ein gelungener Versuch auf der aktuellen Retrowelle mitzusurfen und die jeweilige Eigenheit der genretypischen Bands in Form von Härte und Chaos zu suchen. Dies erinnert dann doch sehr stark an die Anfänge der Hives. Gesungene Melodien sucht man ziemlich lange, findet sie jedoch in den leicht langsameren Stücken wie ’’Paper Mill’’ oder ’’I Do Too’’. Sonst wird meistens geflucht, gekreischt und geschrieen. Nicht weiter störend, die beiden schrammelnden Gitarren sowie das treibende, polternde Schlagzeug machen sehr Spass und vor allem gwundrig auf einen Liveauftritt. Könnte noch ganz ordentlich abgehen. Chaotisch, wild, verzerrt und frech rotzen die da einen Mini-Knaller am anderen durch die Boxen, spielen kleine, jedoch feine Gitarrensoli ins Instrumentengewimmel. Das ab und zu zweistimmige Gitarrenspiel tönt manchmal aufgrund der wohl beabsichtigt schlechteren Aufnahme- und Produktionsqualität sowie mangelnder Spielgenauigkeit wie eine Parodie auf die Strokes. Nach den acht kurzen, nach Musik klingenden Energieschüben folgt dann im bereits angesprochenen ’’Up And Down And Round And Round’’ der endgültige instrumentale siebenminütige Ausraster. Man kann schon beim Hinhören vorstellen, wie die Band am Ende ihres Auftritts, also nach diesem Stück, die Instrumente am Boden zertrümmert und schweissüberströmt, wahrscheinlich betrunken einen letzten höflichen Gruss ans kaputtgespielte Publikum sendet und die Bühne verlässt. Endlich mal wieder ’ne Band, die ein bisschen richtig die Sau rauslässt, wenn auch nur eine kurze Sau.
Seit 13. Januar 2006 im Handel. Anspieltipps: A Good Dose; Hey Heart Breaker; Hectic Control; Up And down And Round And Round; Trackliste: 1.) Do The Do; 2.) Paper Mill; 3.) A Good Dose; 4.) I Do Too; 5.) Left, Right, Forward; 6.) Hey Heart Braker; 7.) Ok, Allright, Fine; 8.) Hectic Control; 9.) Up And Down And Round And Round similar artists: The Hives, The Strokes > Kaufen > Hören > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb Bio: Puh, 'mal wieder anders schwierig, etwas über diese Band rauszufinden. Auf der Homepage steht genau nichts zum Ursprung oder der Geschichte dieser Band. Der hier angegebenen Label-Seite ist jedoch zu entnehmen, dass sich die Band aus Michael (Gesang und Gitarre), Lorenz (Gitarre), Per Nyhus (Schlagzeug) und Kirsten (Bass) zusammensetzt. Den Namen sowie den meist in deutscher Sprache geschriebenen guestbook-Einträgen zufolge sollten sie in Deutschland anzusiedeln sein und aus der bisherigen Internetpräsenz schliesse ich, dass dies hier ihr erstes Album ist. Die Truppe ist jedenfalls soeben von einer erfolgreichen Tour durchs Vereinigte Königreich zurückgekehrt. Diskographie: > Hey People (2006)
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