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The Cave Singers – Welcome Joy

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von Peter Gisler am Freitag, 14. August 2009 in Neuerscheinungen   

Genre: Folk-Rock / Americana |  Label: Matador Records (Musikvertrieb)  |  Unsere Wertung: 9.5/10

Welcome JoySonnige Sache
Das zweite Album der Cave Singers aus Seattle ist eine nie abkühlende Bettflasche in kalten Nächten, der perfekte Begleiter auf einsamen Autofahrten, die beste Freundin um sich gemeinsam den Sonnenuntergang anzusehen und natürlich ein heisser Anwärter aufs Album des Jahres.

Nach ihrem einladenden ersten Album „Invitation Songs“ treten die drei Herren von The Cave Singers nun endgültig alle Türen ein, werfen einem förmlich Wüstensand um die Ohren und präsentieren uns zehn Songs, die man getrost mit offenen Armen empfangen kann. „Welcome Joy“ besticht mit einer unglaublich warmen Atmosphäre, die selbst den nüchternsten Hörer irgendwie trunken machen muss. 

Das ganze Album wirkt wie ein friedlich flackerndes  Feuerchen, welches erst mit den letzten zerbrechlichen Klängen des Schlusssongs „Brumble“ erlischt. Der wunderschöne Opener „Summer Light“ erklärt sich mit dem passendsten aller Titel gleich selbst und hätte wohl auch im Film „Oh Brother, Where Art Thou?“ der Gebrüder Coen eine gute Figur gemacht. Die Gitarren klingen so unverschämt schön und beherzt, wie in guten alten Country- oder Traditional-Songs. Passend dazu die unglaubliche Stimme von Pete Quirk, in der sehr viel Seele steckt und die, zerbrechlich und stark zugleich, jeden Song zur Perfektion verhilft. Ähnlich wie bei Bill Callahan, nur dass Pete Quirk um einige Stufen höher singt, ja fast heiser krächzend, aber eben sehr markant. Wirklich schön klingen auch die Gastsängerinnen Amber und Ashley Webber von Lightning Dust, die „Summer Light“ noch mehr versüssen.

Mit „Leap“ geht’s gleich im selben Stile weiter und mit Tamburin und Mundharmonika versehen strahlt uns gleich das nächste Schmuckstück entgegen. Immer wieder tauchen Bilder auf, die man mit der Musik verbindet und „Welcome Joy“ vermittelt einerseits den Eindruck unterwegs zu sein, dreckige Strassen durchfahren zu wollen, einsam der Sonne entgegen. Anderseits bekommt man auch Lust sesshaft zu werden, sich auf die Veranda des eigenen Hauses zu setzen und mit einem kalten Bier in der Hand die untergehende Sonne zu geniessen.

Das etwas rauere und rockige „At the Cut“ bringt ein wenig Abwechslung, die man aufgrund der ruhig anmutenden Grundstimmung von „Welcome Joy“ vielleicht gar nicht zwingend sucht. Doch die folgenden Songs schlagen wieder gewohnt ruhige Töne an, wie zum Beispiel das tolle „Beach House“ oder das gemütlich, sonnige „VV“.

„Welcome Joy“ ist ein ganz grosses Album, welches durch viel Tiefgang berührt und durchgehend überzeugt. Einmal mehr ist auch hier zu hören, dass eine charismatische Stimme, wie jene von Pete Quirk, schon weitaus mehr als die halbe Miete ausmacht und es verunmöglicht auch nur einen mittelmässigen Song zu produzieren. Pete Quirk und seine beiden Kollegen Derek Fudesco und Marty Lund kreieren mit diesen zehn Songs eine besonders warme Stimmung, die in jeder Sekunde spürbar ist. Nach etwas mehr als 35 Minuten endet das Album leider etwas früh, doch es ist eben gerade genug lang um den gemütlichen Auf –oder Untergang der Sonne mit einigen der schönsten Lieder im Hintergrund zu bestaunen.

Seit 14.August 2009 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Website > MySpace > Label > CH-Vertrieb
The Cave Singers
Anspieltipps:
> Summer Light
> Leap
> Beach House
> Bramble

Diskographie:
> Invitation Songs (2007)
> Welcome Joy (2009)

Ähnliche Künstler:
> M.Ward
> Bowerbirds
> Lightning Dust
> Samamidon
> Iron & Wine
> Jordie Lane
> Ryan Bingham
> Black Mountain
> Bruce Springsteen
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