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The Goldberg Sisters - The Goldberg Sisters

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von Robin Trachsel am Dienstag, 10. Mai 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Indie, Experimental Pop  |  Label: PIAS (Musikvertrieb)  |  Unsere Wertung: 7.5/10

The Goldberg SistersAus Alt mach Neu
Was macht der bekannte Schauspieler Adam Goldberg (u.a. Saving Private Ryan, Dazed and Confused), wenn er nicht gerade vor der Kamera steht? Er ist Polaroid-Fotograf, Regisseur, Lehrer für psychologische Geburtshilfe, genannt Lamaze, und Hersteller von Bio-Fleisch. Und als ob er immer noch unterbeschäftigt wäre, macht er nun auch noch Musik, und das nicht mal schlecht.

Adam Goldberg hat mit seinem Debutalbum als The Goldberg Sisters eine Liebeserklärung an die Plattensammlung seiner Eltern geschaffen. Dies kann einem zumindest so vorkommen, da einem beim hören eine gehörige Portion Siebzigerjahre entgegenschlägt.

Ausgangspunkt für viele Songs scheint die Musik des verstorbenen Mark Linkous, auch bekannt als Sparklehorse, gewesen zu sein. Allerdings wurde dieser Einfluss, wie bereits erwähnt, mit den verschiedensten Exponenten der Siebzigerjahre gepaart. Da finden sich beispielsweise Anleihen des Glamrocks von Mott the Hoople oder David Bowie. Gerade bei „Shush/ Ooh La La“ trifft einem der Einfluss des Letzteren wie eine gut klingende Faust. Und es kommt einem so vor als ob der junge Elton John scheint sein Klavierspiel beigesteuert hat. Obwohl dieses bei The Goldberg Sisters nie dem Kitsch verfällt.

Den Beatles und ihrem Konsum von bewusstseinserweiternden Substanzen scheinen die Verspieltheit und die Experimentierfreude zu verdanken. So wird oft mit Effekten gespielt oder es taucht unerwartet ein Streichquartett auf. Aber auch die späten Pink Floyd haben sich auf das Album gemausert, wenn auch eher in den Details.

Goldbergs Stimme befindet sich irgendwo zwischen der von Billy Corgan und der von John Lennon, als er plötzlich ohne Band dastand.

Man fragt sich ob überhaupt noch etwas schief gehen kann, wenn so vielen hochkarätigen Musikern die Ehre erwiesen wird. Tatsächlich ist es ein gutes und sehr hörenswertes Album geworden, vor allem wenn man zu den musikalischen Nostalgikern gehört. Jedoch ist dieser Rückgriff auf die Hall of Fame der Siebziger auch dafür verantwortlich, dass man die Aufmerksamkeit nur schwer über das ganze Album aufrechterhalten kann. Man hat eben doch alles schon einmal gehört und die altehrwürdigen Herren konnten es eben damals doch noch ein kleines bisschen besser als es der Jungspund Goldberg heute kann.

Seit  8. April 2011 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Anspieltipps:
> Shush/ Ooh La La
> The Difference Between

Diskographie:
> The Goldberg Sisters (2011)

Ähnliche Künstler:
> Sparklehorse
> Thousands
> St. Even
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