"Music was my first love, and the piano was the first "person" I really
could confide in, or let me say I wasn't afraid to "talk" to. And that's
what I still do; putting my innermost - emotions, feelings, words and
thoughts into this very intimate moment just between me and the piano.
What I get back is far away from normal music-routine and
business-pressurized hit-orientated pop-music. For me it's just freedom
of soul."
Michael Zlanabitnig, der Sänger und Songwriter von The Life Between, studierte klassische Musik in Graz und lernte später an der Mannheimer Pop-Akademie Pop Design. Jedoch muss man sich, wie dem oben stehenden Zitat zu entnehmen ist, keine Sorgen machen, dass Musik für Zlanabitnig bloss Karriere bedeutet. Er weiss, wie mit Melodien und generell mit Musik umzugehen ist. Mit zwei Freunden gründete er 2007 die Band The Life Between. "Colors of Your Choice" ist ihr erstes Album, von Anfängern kann hier aber definitiv nicht die Rede sein.
Die elf Lieder dieses Albums vermitteln grosse Gefühle, verpackt in schönen Pop-Songs. Gerade der Opener "Holy & Devilish" bereitet den Boden für die darauffolgenden Stücke. Es besitzt eine gewisse Dramatik und die Stimme, die wir von Muse kennen. Wer den Wechsel von der normalen Gesangsstimme in die Kopfstimme mag, kommt bei diesem Lied auf seine Kosten. "Take A Photograph", das zweite Stück dieses Albums, ist absolut radiotauglich, nur anspruchsvoller. Man kann den Song nach dem ersten Refrain mitsingen. Die treibenden Beats von "When It’s Over" unterstützen die Erinnerung an eine sehnsüchtige Fahrt ans Meer. Der darauffolgende Track "New Hope", verspricht bereits im Titel, was er hält. Er erinnert an Coldplay. Befreiend, aufbauend, erlösend, gefällig.
Nach den ersten fünf Songs jedoch hat man im Wesentlichen bereits alles gehört. Diejenigen, die es bis dahin mögen, bekommen im Grunde mit den folgenden Liedern nur noch mehr davon. Das Album funktioniert sehr gut als Gesamtkunstwerk. Es beinhaltet das Dramatische und Melancholische von Muse, zwar entschleunigt und zugleich mit vielen Qualitäten, die wir von Coldplay kennen. Wer also Coldplay als ihre Lieblingsband bezeichnet, sollte sich dieses Album unbedingt anhören. Zu nennen wären an dieser Stelle auch noch Sigur Rós und Radiohead, die vielleicht einige Momente des Albums inspiriert haben könnten. "Colors of Your Choice" beinhaltet sie irgendwo alle ein bisschen. Eine Mischung von verschiedenen Farben eben.
Das Album ist sehr geradlinig, voraussehbar, generell wohlgefällig und wenig anstrengend, besitzt jedoch einen gewissen Mehrwert, der es von einfacher Radio-Musik abhebt. Vielleicht ist dem so, weil die Musik mehr Anspruch hat oder vielleicht auch, weil sie singen, was sie spielen. Jeder will sogleich die frische Luft einatmen.
Seit 18. März 2011 im Handel.
> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > CH-Vertrieb
Anspieltipps:
> Holy & Devilish
> New Hope
> Underneath the Snow
Diskographie:
> Colours of Your Choice (2011)
Ähnliche Künstler:
> Coldplay
> Keane
> Travis