Fünf junge und renommierte Musiker fanden im Jahr
2003 in einem Club im New Yorker Lower East Side Viertel zusammen um
die Songs ihrer Vorbilder zu spielen, Musik von Country- und
Americana-Legenden wie Hank Williams und Willie Nelson. Was als
Spassprojekt begann, hat im Album „The Little Willies“ seinen ersten
und hoffentlich nicht letzten Höhepunkt erreicht.
Everybody’s Darling Norah Jones fungiert beim Projekt „Little Willies“
zweifelsohne als Zugpferd bei den internationalen Medien. Dass sie sich
trotz ihres Berühmtheitsgrades nicht in den Vordergrund drängt, sondern
Richard Julian und dessen samtiger Stimme oft den Vortritt lässt, macht
die Musikerin sehr sympathisch. Wenn sie dann aber loslegt, dann
richtig. Ihre Version von Willie Nelsons „I gotta get drunk“ ist voller
Esprit und zeugt von einem ironischen Umgang mit ihrem Image als nettes
Mädchen von nebenan. Neben grossartig interpretierten Coverversionen
von Songs von Grössen wie Hank Williams, Kris Kristofferson und
natürlich Willie Nelson finden sich auf „The Little Willies“ auch
Eigenkompositionen der fünf Musiker. „Roll On“ des äusserst
talentierten Gitarristen Lee Alexander ist ein schön melancholischer
Folksong, während das gemeinsam komponierte „Lou Reed“ eine lustige
Geschichte voller Schalk darüber ist, wie sie angeblich die Velvet
Underground-Legende beim Cow Tipping ertappt haben. Ob Cover oder
Original, ob melancholische Ballade oder flotter Honkytonk, die Songs
sprechen allesamt deutlich von einer grossen Liebe zum Country und
finden so den Weg direkt zum Herzen des Zuhörers.
Es ist eindeutig spürbar, dass den fünf Künstlern das gemeinsame
Musizieren sehr viel Spass bereitet hat. „The Little Willies“ ist
vielleicht kein Meisterwerk der Innovation, zeugt aber von viel Freude,
Witz und Esprit, und dass die Musiker Meister ihres jeweiligen Fachs
sind, daran besteht kein Zweifel. Willie Nelson darf sich freuen, als
Namengeber dieses durch und durch gelungenen Projekts erwählt geworden
zu sein.
Seit 3. März 2006 im Handel.
Anspieltipps: Roly Poly; Best Of All Possible Worlds; Streets Of Baltimore
Trackliste: 1) Roly Poly; 2) I’ll Never Get Out Of This World
Alive; 3) Love Me; 4) It’s Not You It’s Me; 5) Best Of All Possible
Worlds; 6) No Place To Fall; 7) Roll On; 8) I Gotta Get Drunk; 9)
Streets Of Baltimore; 10) Easy As The Rain; 11) Tennessee Stud; 12)
Night Life; 13) Lou Reed
similar artists: Norah Jones,
M. Ward
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Bio:
The Little Willies sind Richard Julian (Gesang, Gitarre), Norah Jones
(Piano, Gesang), Jim Campilongo (E-Gitarre), Lee Alexander (Bass) und
Dan Rieser (Drums). Ihre Geschichte begann 2003 damit, dass die fünf
befreundeten Musiker, die zu der Zeit zwar alle mit eigenen Projekten
beschäftigt waren, einen gemeinsamen Auftritt im New Yorker Club „The
Living Room“ buchten, „as an excuse to spend an evening playing music
together“, wie auf ihrer Homepage zu lesen ist. Die aus völlig
verschiedenen Teilen des Landes stammenden Musiker (Kalifornien,
Massachussetts, Delaware, Texas) merkten bald, dass die Chemie stimmte
und beschlossen, gemeinsam ein Album zu veröffentlichen. Zu Ehren ihres
gemeinsamen Idols Willie Nelson nennen sie sich The Little Willies.
Diskographie:
> The Little Willies (2006)