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The Little Willies – The Little Willies (2006)

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von Magdalena Oehen am Freitag, 31. März 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Country, Jazz, Pop
Label: Milking Bull Records
CH-Vertrieb: EMI Music
Unsere Wertung:The Little Willies – The Little Willies (2006)

Willie Nelson kann stolz sein
The Little Willies – The Little Willies (2006)Auf ihrer Mission den Country unter das Volk zu bringen, warten The Little Willies mit ihrem ersten Streich auf. Ihr Debüt mit dreizehn jazzigen und folkigen Countrysongs ist ein hervorragender Start.

Fünf junge und renommierte Musiker fanden im Jahr 2003 in einem Club im New Yorker Lower East Side Viertel zusammen um die Songs ihrer Vorbilder zu spielen, Musik von Country- und Americana-Legenden wie Hank Williams und Willie Nelson. Was als Spassprojekt begann, hat im Album „The Little Willies“ seinen ersten und hoffentlich nicht letzten Höhepunkt erreicht.
Everybody’s Darling Norah Jones fungiert beim Projekt „Little Willies“ zweifelsohne als Zugpferd bei den internationalen Medien. Dass sie sich trotz ihres Berühmtheitsgrades nicht in den Vordergrund drängt, sondern Richard Julian und dessen samtiger Stimme oft den Vortritt lässt, macht die Musikerin sehr sympathisch. Wenn sie dann aber loslegt, dann richtig. Ihre Version von Willie Nelsons „I gotta get drunk“ ist voller Esprit und zeugt von einem ironischen Umgang mit ihrem Image als nettes Mädchen von nebenan. Neben grossartig interpretierten Coverversionen von Songs von Grössen wie Hank Williams, Kris Kristofferson und natürlich Willie Nelson finden sich auf „The Little Willies“ auch Eigenkompositionen der fünf Musiker. „Roll On“ des äusserst talentierten Gitarristen Lee Alexander ist ein schön melancholischer Folksong, während das gemeinsam komponierte „Lou Reed“ eine lustige Geschichte voller Schalk darüber ist, wie sie angeblich die Velvet Underground-Legende beim Cow Tipping ertappt haben. Ob Cover oder Original, ob melancholische Ballade oder flotter Honkytonk, die Songs sprechen allesamt deutlich von einer grossen Liebe zum Country und finden so den Weg direkt zum Herzen des Zuhörers.
Es ist eindeutig spürbar, dass den fünf Künstlern das gemeinsame Musizieren sehr viel Spass bereitet hat. „The Little Willies“ ist vielleicht kein Meisterwerk der Innovation, zeugt aber von viel Freude, Witz und Esprit, und dass die Musiker Meister ihres jeweiligen Fachs sind, daran besteht kein Zweifel. Willie Nelson darf sich freuen, als Namengeber dieses durch und durch gelungenen Projekts erwählt geworden zu sein.


Seit 3. März 2006 im Handel.

Anspieltipps: Roly Poly; Best Of All Possible Worlds; Streets Of Baltimore
Trackliste: 1) Roly Poly; 2) I’ll Never Get Out Of This World Alive; 3) Love Me; 4) It’s Not You It’s Me; 5) Best Of All Possible Worlds; 6) No Place To Fall; 7) Roll On; 8) I Gotta Get Drunk; 9) Streets Of Baltimore; 10) Easy As The Rain; 11) Tennessee Stud; 12) Night Life; 13) Lou Reed
similar artists: Norah Jones, M. Ward

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > CH-Vertrieb
 
Bio:
The Little Willies sind Richard Julian (Gesang, Gitarre), Norah Jones (Piano, Gesang), Jim Campilongo (E-Gitarre), Lee Alexander (Bass) und Dan Rieser (Drums). Ihre Geschichte begann 2003 damit, dass die fünf befreundeten Musiker, die zu der Zeit zwar alle mit eigenen Projekten beschäftigt waren, einen gemeinsamen Auftritt im New Yorker Club „The Living Room“ buchten, „as an excuse to spend an evening playing music together“, wie auf ihrer Homepage zu lesen ist. Die aus völlig verschiedenen Teilen des Landes stammenden Musiker (Kalifornien, Massachussetts, Delaware, Texas) merkten bald, dass die Chemie stimmte und beschlossen, gemeinsam ein Album zu veröffentlichen. Zu Ehren ihres gemeinsamen Idols Willie Nelson nennen sie sich The Little Willies.

Little Willies
Diskographie:
> The Little Willies (2006)


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