The Minus 5 mixen süssen Pop mit einer kräftigen
Prise Rock’n’Roll und runden den Geschmack mit einer Messerspitze
Country ab. Nach sechs Alben und unzähligen Singles und EPs also das
Gun Album. Mastermind und Gründer Scott McCaughey, der schon seit
Jahren mit R.E.M. die Welt berockt oder mit Wilco ein Bier trinkt, hat
hier mit seinen drei Mitstreitern, R.E.M.s Peter Buck und Ken
Stringfellow sowie John Auer von den Posies eine handvoll schöne
Zwicker aus dem Ärmel gezaubert. Zwei Songs entstanden denn nun auch in
Zusammenarbeit mit Wilco. John Wesley Harding, Morgan Fisher (Mott),
Sean Nelson (Harvey Danger/Long Winters) sowie Colin Meloy und John
Moen (Decemberists) waren auch im Bunde. Das Cover zeigt eine goldene
Knarre im schwarzen Hintergrund, die zum Glück nichts mit irgendwelcher
plumpen NRA-Verehrung zu tun hat.
„Rifle Called Goodbye“ zeigt schon zu Beginn, wo schöne Melodien
liegen. In der Ehrlichkeit etwa. „Aw Shit Man“ hingegen prustet und
schwitzt knapp zwei Minuten. Geile Zeilen wie „It’s Not Pretty When
You’re Best Friend Is A Saloon, And You’re Always Out There On The
Maroon“ lassen ein Grinsen zu und “Coffee, Cigarettes And Booze” bringt
schon im Titel alles mit, was für das Bestehen des Rock’n’Roll-Studiums
notwendig ist. Das Album hat Ecken und Kanten, die Produktion passt
hervorragend. Hier überwiegen die Höhepunkte, was dieses Album von
einem „Na ja…“ zu einem „Tatsächlich!“ macht. Durchgehend anständiges
Niveau, dazu schöne Melodien; kann man schlecht ablehnen. Zum Schluss
lassen wir sie selber sprechen: “And if after you grab yourself a
pistol, and put a hole into a bible, just remember: that bible might be
in somebody's coat pocket." Rock’n’roll, Baby. Dem ist nichts mehr
hinzuzufügen.
Seit 7. Februar 2006 im Handel.
Anspieltipps: Rifle Called Goodbye; Out There On The Maroon; Leftover Life To Kill
Trackliste: 1) Rifle Called Goodbye; 2) Aw Shit Man; 3) Out
There On The Maroon; 4) My Life AA Creep; 5) With A Gun; 6) Cemetary
Row; 7)Twilight Distillery; 8) Cigs Coffee Booze; 9) Leftover Life; 10)
Hotel Senator; 11) Bought A Rope; 12) All Worn Out; 13) Original Luke
similar artists: R.E.M., The Beatles,
Ryan Adams , Beach Boys
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Bio:
Die Band aus Mitgliedern der Posies sowie R.E.M., jedoch unter den
Fittichen des Instrumentalisten und Songschreiber Scott McCaughey
beginnt ihr fleißiges Dasein im Jahr 1993. Nach ersten musikalischen
Gehversuchen in Form der „Hello“-EP sowie dem ersten Full-Length-Album
„Old Liquidator“ lädt McCaughey alles, was im Indie-Rock Rang und Namen
(oder Talent) hat, zum Jam ein. Bei der nächsten Veröffentlichung
namens „The Lonesome Death Of Buck McCoy“ kommen neben den üblichen
Verdächtigen auch Robert Pollard, der Sänger von Guided By Voices, und
Chris Ballew, Seitenschwinger der Presidents Of The United States Of
America, dazu. Auch Mike McCready von Pearl Jam gab sich die Ehre.
Workaholic McCaughey, seit 1994 auch Studio- und Tourmusiker für
R.E.M., organisiert seitdem regelmässig Zusammenkünfte verschiedener
Musiker, an deren Ende immer ein fertiges Album steht. „Down With
Wilco“ entstand selbstverständlich mit Wilco, die sich neben
Mitgliedern der Decemberists auch auf dem aktuellen „The Gun Album“
wiederfinden.
Diskographie:
> Hello EP (1994)
> Emperor Of The Bathroom EP (1995)
> Old Liquidator (1995)
> Malt/Hollywood (1997)
> The Lonesome Death Of Buck McCoy (1997)
> Let The War Against Music Begin (2001)
> Down With Wilco (2003)
> At the Organ (2004)
> I Don't Know Who I Am (2004)
> In Rock (2004)
> At The Organ EP (2004)
> The Minus 5 (The Gun Album)(2006)