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The Roovers – A Sweet Invitation to a Romantic Massacre

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von Philipp Gautschi am Mittwoch, 28. April 2010 in Neuerscheinungen   

Genre: IndieRock(n'Roll)  |  Label: Fast Lane Records (Revolver Promotion)  |  Unsere Wertung: 7.5/10

A Sweet Invitation To A Romantic Massacre Rock’n’Roll und so…
Die Roovers aus Berlin spielen auf ihrem zweiten Album wunderbar vielseitigen,  soliden, unkomplizierten, direkten Rock'n'Roll.

War auf dieser Seite nicht kürzlich was über die Picturebooks zu lesen? Ziemlich heftige Rockmusik aus Deutschland oder so hat es doch geheissen? Nun stehen mit den Roovers bereits die nächsten deutschen Musikanten vor der Tür und schon wieder muss ich sagen: ziemlich heftige Rockmusik!

Mit dem Titeltrack "A Sweet Invitation to a Romantic Massacre" starten die Roovers ihr neues Album und geben sogleich bekannt, wo der Bartli den Most holt bzw. wie er den Rock’n’Roll zu tanzen hat. Hohes Tempo, brummende Basslinie, fiepende Hammondorgel, pushendes Schlagzeug, hohe Gitarrenfetzen, rauchige Stimme. Der Song kennt nur eine Richtung: vorwärts wie auf deutschen Autobahnen. ’Hot Snake’ und "Into the Roll" bremsen den ersten Euphorie-Schub dann leicht ab. Beides zwar gute Rock’n’Roll Nummern, jedoch fehlt mir hier der nötige Pfeffer. Gut, die Hammond-Tonfolge in ’Hot Snake’ hat’s faustdick hinter den Ohren. "That Heavy Burden" schaltet einen Gang zurück, eine Spur Blues wird hinzugefügt, die Hammond kriegt ’nen kurzen Soloauftritt, Richard Lehmanns rotziger Gesang überzeugt auf ganzer Linie. Sehr geiler Song. ’Home’ wird nochmals ruhiger, man dürfte beinahe von Pop-Ballade sprechen. Erst ab "My Revolutionary Friend" geht die Post wieder ab. Der Song kombiniert 60er Elemente (v.a. Basslinie) gekonnt mit modernem Rock. Nichts Neues, jedoch immer wieder Garant für gute Laune. Wohlige Erinnerungen an das Prachtwerk "The Art of Rolling" von The Blue Van kommen auf.

Mit "Love Is a Lie" und "Who Do You Love" folgen meine favorisierten Songs des Albums. Beide sind wiederum eine Spur ruhiger, ersterer sehr bluesig, unterkühlt, mit ausgiebigem Hammond - und Gitarrensolo im Mittelteil. Letzterer psychedelisch, schleierhaft, ganz nahe an den Doors, mitgekonntem Ausbruch zum Schluss.

"Lady Sin" dann ein sauber fliessender Rocksong, der sofort Bock auf lange, gemütliche Autofahrten (also nicht durch Deutschland) macht.

Zusammenfassend muss betont werden, dass die Roovers ihr Handwerk bestens beherrschen, "A Sweet Invitation to a Romantic Massacre" klingt nach Arbeit, Schweiss und Spass. Das Album bietet eine gute Stunde allerbeste Unterhaltung bestehend aus ungeschliffenem, vielseitigem Rock’n’Roll in all seinen Facetten. Gefallen tun primär die häufig eingesetzte Hammondorgel, welche die Hauptschuld an der gut rübergebrachten 60/70er-Stimmung trägt, die clever kombinierte Zusammenstellung aus ruhigen und treibenden Songs sowie der perfekt ins Gespielte fügende Gesang Lehmanns. Das Ganze funktioniert Live vorgetragen wahrscheinlich wie geschmiert, ich warte auf ’nen Auftritt hierzulande. Überzeugende Arbeit, bitte weiter so.

Seit  1. April 2010 im Handel. 

 > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb
The Roovers
Anspieltipps:
> Love Is a Lie
> Who Do You Love
 
Diskographie:
> Nothing Special EP (2005)
> The Roovers (2007)
> A Sweet Invitation to a Romantic Massacre (2010)

Ähnliche Künstler:
> The Blue Van
> The Doors
> Turbonegro

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