Genre: Britpop, Sixties, Rock | Label: Haldern Pop Recordings (Lautstark) | Unsere Wertung: 6.0/10
The Show mustn’t go on
Vielleicht sind sie es müde geworden, immerfort einem grandiosen Frühwerk hinterher laufen oder daran gemessen werden zu müssen. Vielleicht fehlt es aber auch einfach an Esprit, an Ideen für eine Weiterentwicklung.
Die schwedische Band The Soundtrack of Our Lives löst sich zum Jahresende auf – „das wäre so ziemlich das Schlimmste, was musikalisch in diesem Jahr passieren kann“, schwante es schon zuvor Noel Gallagher (Noel Gallagher’s High Flying Birds).
Dass sie es aber tun, ist, nachdem man sich ihr neues Album angehört hat, allerdings absolut folgerichtig. „Throw It to the Universe“ (ein Hohn, dieser bombastische Titel!) klingt über weite Strecken lustlos, lahmarschig und uninspiriert. Die Zutaten sind die gleichen wie seit eh und je, nur das Rezept ist verloren gegangen. Und so klingt jeder Song, als wollte die Band sie wiederfinden: die Formel für süchtig und selig machenden, schwelgerischen, britisch fundierten, gern auch hymnischen Rock, der sich auf immer neue Höhen der Intensität schwingt, ohne dafür einfach Tonlage oder Tempo zu wechseln. Risiken werden dabei allerdings gescheut, man bleibt immer auf der sicheren Seite. Lyrisch, rhythmisch und melodisch passiert fast nichts, was einen aufhorchen liesse. Das ist bitter und traurig. Und daher nicht nur folgerichtig, sondern auch erleichternd, dass The Soundtrack of Our Lives bald Geschichte sein werden.
PS: Sechs Punkte in der Wertung sind zu viel. Die gibt es nur, weil ich nach vier Punkten fürs letzte Studioalbum „Communion“ eine Woche lang mit einem schlechten Gewissen eingeschlafen bin. Gute Nacht.
Seit 28. April 2012 im Handel.
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Anspieltipps:
> Where’s the Rock
Diskographie:
> Welcome to the Infant Freebase (1996)
> Extended Revelation for the Psychic Weaklings of Western Civilization (1998)
> Behind the Music (2001)
> Origin Vol. 1 (2004)
> A Present from the Past (2005)
> Communion (2008)
> Golden Greats No. 1 (2010)
> Throw It to the Universe (2012)
Ähnliche Künstler:
> The Troggs
> Oasis
> Motorpsycho