Nach dem Vorgänger "Acetylene" hätten die Walkabouts gemeint, neue Wege gehen zu müssen, schreibt Chris Eckman. Das 2005 erschienene Album stellt einen Bruch dar, offensichtlich hat man sich auf der Verwerfungslinie so wohl gefühlt, dass man nicht mehr zurück wollte zu den gefühlvollen Liedern. Doch einsichtig habe man festgestellt, führt Chris Eckman weiter aus, dass sich die Vorstellung eines neuen Weges als trügerische Idee herausgestellt habe.
Als er auf der Rückbank eines rostigen Jeeps durch die Sahara geschüttelt wurde, sei ihm plötzlich der Albumtitel eingefallen. So hat das Indie-Quintett – Ende der 1980er-Jahre die einzige Folkrockband beim Grunge-Label SubPop – seine Pause beendet und gemacht, was sie immer schon gemacht haben: träge, besinnliche Songs mit kleinen, angenehm pieksenden Widerhaken. Hier eine melancholische Orgel, dort eine angezerrte Gitarre, mal die betörende Stimme von Carla Torgerson, dann wieder die leicht gepresste von Chris Eckman, der wieder alle Lieder geschrieben hat. Angereichert um das wohldosierte Instrumentarium einiger Gäste – etwa Streicher, Lap und Pedal Steel, Perkussion und Trompete – spielen die Walkabouts dort weiter, wo so schon vor dem ruppigen "Acetylene" waren. Es ist eine Rückkehr, die manchem langweilig erscheinen mag, als Eingeständnis, sich verlaufen zu haben oder gar als Zeichen einer Niederlage. Dabei haben sich die Walkabouts nur ihrer Stärken besonnen. Sie irrlichtern wieder einmal durch die Steppe und freuen sich daran, wie der Staub das Strahlen der Sonne bricht.
Seit 21. Oktober 2011 im Handel.
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Anspieltipps:
> Wild Sky Revelry
> My Diviner
> Soul Thief
Diskographie:
> 22 Disasters EP (1985)
> See Beautiful Rattlesnake Gardens (1988)
> Cataract (1989)
> Rag & Bone EP (1990)
> Scavenger (1991)
> New West Motel (1993)
> Satisfied Mind (Coverversionen englisch-sprachiger Songwriter) (1993)
> Setting the Woods on Fire (1994)
> To Hell and Back (Live) (1995)
> Devil's Road (1996)
> Death Valley Days (Compilation B-Seiten u. ä.) (1996)
> Nighttown (1997)
> Mystery Mountain Chronicles („offizielles“ Bootleg) (1997)
> Trail of Stars (1999)
> Airmail („offizielles“ Bootleg) (1999)
> Train Leaves at Eight (Album mit Coverversionen kontinental-europäischer Songwriter) (2000)
> Bruxelles (Live) (2000)
> Ended Up a Stranger (2001)
> Drunken Soundtracks (Doppel-CD, Compilation B-Seiten u. ä.) (2001)
> Watermarks (Compilation „Best of“ für den US-Markt) (2002)
> I'm Sorry („offizielles“ Bootleg) (2002)
> Slow Days With Nina (EP mit Cover-Versionen von Nina Simone) (2003)
> Shimmers (Compilation „Best of“ für den europäischen Markt) (2003)
> Emona („offizielles“ Bootleg aus der italienischen Musikzeitschrift Il Mucchio Selvaggio) (2003)
> Acetylene (2005)
> No You Won't („offizielles“ Bootleg) (2005)
> Prague (Live) (2007)
> Travels in the Dustland (2011)
Ähnliche Künstler:
> L/O/N/G
> Dirtmusic
> Lilium
> Chris & Carla