Thirteen Senses - The Invitation (2005) (Mercury/EMI Music) |
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| von Philipp Gautschi am Mittwoch, 1. Juni 2005 in Neuerscheinungen | |
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Traum oder Realität? Schönheit hat viele Erscheinungsformen und liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Die Schönheit von Musik hingegen ist einigermassen schwierig zu beschreiben, da die individuellen Geschmäcker schlicht und einfach zu verschieden sind. Ich wage hier jedoch zu behaupten, dass die Schönheit, die die Musik der aus Cornwall stammenden Thirteen Senses ausstrahlt, sämtliche Teilnehmerinnen an Misswahlen wie Schwergewichtsgewichtheberinnen aussehen lässt. Natürlich ist dieser Vergleich idiotisch, es geht hier schliesslich um Musik. Und unter schöner Musik verstehe ich im diesem Zusammenhang emotionale, berührende, beruhigende, gemütliche, teilweise bedrückende, klavierlastige, jedoch durchwegs bezaubernde Musik wie die hier beschriebene CD sie elf Stücke lang zelebriert. Eigentlich sollte man, um dieses Album in vollen Zügen geniessen zu können, verliebt und gemeinsam im selben Raum bzw. Bett sein, der Frühling kümmert sich dann um den Rest. Ich begnüge mich vorerst damit, aus dem Zugfenster zu glotzen und mich an der unübertroffenen Schönheit unserer Landschaften (gut, in Cornwall sind die Landschaften wohl genauso schön) und allem voran des Pilatus zu ergötzen. Die von Klavier (der Göttin unter den Instrumenten) und Streichern begleiteten Melodien sind todgemütlich, nichts stört, man braucht sich nie vor zu harten Geräuschen im durchgehend träumerisch-verliebten Gespielten zu fürchten. Plötzlich beginnt man langsam abzuheben, die Landschaften zu überfliegen, sich über alles und jeden, der irgendwie und irgendwo wegen irgendetwas stresst, lustig zu machen, höher zu steigen, die Welt hinter sich zu lassen, um sich schlussendlich in gleissendem Nichts aufzulösen. Alles was bleibt, sind die Melodien, die Ruhe, die Gemütlichkeit, das Schöne, die Unendlichkeit. Wenn man die Augen wieder öffnet, realisiert man, dass man den Bahnhof Luzern bereits erreicht hat und eigentlich den Zug verlassen sollte, während man sich fragt, ob man eben noch tief geschlafen und entsprechend geträumt oder einfach nur diese CD gehört hat. Seit 15. März 2005 im Handel. Anspieltipps: Thru The Glass, Gone, Lead Us, Automatic similar artists: Keane, Coldplay, Magicrays, Travis, Starsailor > Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb Bio: Das Debüt der jungen Band bestehend aus Will South (Piano, Gitarre, Gesang und Keyboard), Adam Wilson (Bass), Brendon James (Schlagzeug) und Tom Welham (Gitarre, Synths) wurde im vereinigten Königreich seit seiner Erscheinung Ende letztes Jahr in höchsten Tönen gelobt, sogar eine weltweite, stadienfüllende Pop-Karriere wird nicht ausgeschlossen. Dies ist den bekennenden Beatles/John Lennon Fans dank ihrer gelungenen, leicht verdaulichen, gefühlvollen Popmusik überaus zuzutrauen. Diskographie: > The Invitation (2005)
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