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Thisquietarmy - Resurgence

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von Paul Klur am Samstag, 31. Dezember 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Drone Ambient  |  Label: Denovali (Creative Eclipse)  |  Unsere Wertung: 7.5/10

ResurgenceUnaufhaltsam
Zwischen langsam strömendem Ambient und zähem Drone lauern die überlangen Tracks von Eric Quach alias Thisquietarmy auf ahnungslose Hörer.
    
Die komplexen Klanggebilde des Kanadiers bestehen aus so ziemlich allem, was Gelegenheitsmusikfans nervös machen dürfte: Shoegaze, Spacerock, Industrial und Krautrock, das alles umwabert von einer maschinellen Postpunk-Atmosphäre. Man sollte dieses Werk unbedingt am Stück hören, die einzelnen Abschnitte gehen meist nahtlos und unmerklich ineinander über, teilweise scheinen die Einschnitte beinahe willkürlich gewählt. Dann besteht auch durchaus die Gefahr oder vielmehr die Chance, dass „Resurgence“ die Umwelt völlig vergessen macht, zum nebenbei Hören ist das also nicht geeignet. Grundprinzip bleibt aber, dass die Stücke immer vorwärts fliessen und in sich keine abrupten Brüche haben. Nur langsam kommen neue Patterns hinzu und erweitern den Strom, so langsam, dass es kaum merklich geschieht. Das verstärkt die tranceartige Wirkung  noch zusätzlich.

Wenn sie weniger vor dem Hintergrund einer verstörenden Wand aus Lärm stehen, saugen einen die subtilen, unterbewussten Melodielinien in ihren besonders monströsen Bann, wie es in den Meisterstücken „Whispers in the Trees“ und „Gone to the Unseen“ zu hören ist. Von letzterem Song gibt es sogar einen „Radio Edit“ auf der Bonus-CD. Der dauert dann nur sechs Minuten statt dreizehn. Das sagt wohl schon einiges über die Ambitionen aus mit denen Quach hantiert. Solokünstler, die, unterstützt von einer riesigen Auswahl an Effektgeräten, ihre ganz eigene Stimmung kreieren, waren ja schon immer stilprägend. Vom Prinzip her ist Quachs Ansatz hier mit dem von Brian Eno oder Mike Pattons Soloprojekten vergleichbar.

Aber auch die Tracks mit eindeutig lärmender Schlagseite haben einen ganz besonderen Reiz und erinnern an ähnlich außergewöhnliche Labelkollegen wie AUN oder gar an solch radikale Musiker wie die frühen Earth oder Godflesh. Wenn man auch mit diesen, für die meisten Menschen wohl sehr unwirtlich anmutenden, Gruppen etwas anfangen kann, wird „Resurgence“ wohl für ziemliche Begeisterung sorgen. In jedem Fall ist es ein hörenswerter Ausflug in eine Zwischenwelt ohne klare Grenzen, in eine vernebelte Traumvision.   

Seit  25. November 2011 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > Vertrieb

Anspieltipps:
> Whispers in the Trees
> Gone to the Unseen

Diskographie:
> Unconquered (2008)
> Blackhaunter (2008)
> Aftermath (2010)
> Vessels (2011)
> Resurgence (2011)

Ähnliche Künstler:

> AUN
> Nadja
> Mike Patton
> Brian Eno
> Earth
> Godflesh
> Zola Jesus
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