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Towers Of London – Blood, Sweat & Towers (2006)

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von Ivana Leiseder am Montag, 3. Juli 2006 in Neuerscheinungen   
Genre: Glam-Punk
Label: TVT Records
CH-Vertrieb: Musikvertrieb
Unsere Wertung:Towers Of London – Blood, Sweat & Towers (2006)

God Shave The Queen
Towers Of London – Blood, Sweat & Towers (2006)Grossbritanniens neuste Punk-Lieblinge auf den Spuren des 3-Wetter-Tafts.

Hype hype, hurra! Wieder eine über-coole Superband aus England. Diesmal frönt man jedoch nicht den Gebeinen Ian Curtis’ & Co., sondern widmet sich dem guten alten Punk-Rock. Der Blick auf das Cover des Debütalbums von Towers of London, „Blood, Sweat & Towers“, lässt den nostalgischen, retrosexuellen Hörer bestimmt einen Extra-Rülpser ausstossen, doch frau erörtert ob der intergalaktisch-voluminösen Haarpracht der fünf 70er-Verschnitte intensiv, ob es sich beim neusten britischen Hype in Tat und Wahrheit nicht etwa um einen klugen Werbegag der Firma Schwarzkopf handelt... Na ja, sei’s drum, ein Ohr soll trotzdem gewagt sein. „Fuck it up, fuck it up, fuck it up, fuck it up!“ oder „I’m a rat, I’m a rat, I’m a rat, I’m a rat, I’m a rat!“ (ist ja gut!), krächzt’s sodann wahlweise wortgewaltig aus dem verraucht-versifften Rachen einer Möchtegern-Sex Pistole in Röhrenjeanschen und Converse-Schühchen. Begleitet wird die asthmatische Arie von simpelsten, schon tausendfach goutierten, anödenden Gitarrenriffs und –soli sowie halbwegs mitreissenden Drums, die sich allesamt spätestens nach 20 Sekunden zu einem wirkungsvollen Apomorphin vereinen. Textlich sowie musikalisch üben sich die fünf Klischees in persona in Selbstironie, resp. Autoparodie und pogen mit Songtiteln wie „Kill The Pop Scene“ oder „Fuck It Up“ in frohem Eingeständnis mit der alkoholisierten Lächerlichkeit über die schmutzige Tanzfläche. Hier wird in jeder Hinsicht kaum etwas Neues oder Gehaltvolles - geschweige denn Hörbares - geleistet, aber immerhin bleibt zu konstatieren: London, 2 Uhr morgens: Die Frisur hält.


Seit 26. Mai 2006 im Handel.

Anspieltipps:
Start Believing
Trackliste: 1) I’m A Rat; 2) Air Guitar; 3) Kill The Pop Scene; 4) Beaujolais; 5) Fuck It Up (Acoustic Version); 6) King; 7) Good Times; 8) On A Noose; 9) Start Believing; 10) Northern Lights; 11) Fuck It Up; 12) How Rude She Was; 13) Seen It All
similar artists: Sex Pistols, The Clash, Mötley Crüe, Backyard Babies, Guns N’ Roses, The Ramones, Turbonegro, The Darkness

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:

Towers Of London sind Donny Tourette (Vocals), Dirk Tourette (Gitarre), The Rev (Gitarre), Tommy Brunette (Bass) und Snell (Drums) aus London.
Die erste Zusammenarbeit der Gebrüder Tourette, die sich zu diesem Zeitpunkt The Tourettes nennen, beruht auf einem Oasis-Song, doch schon bald kristallisiert sich die Vorliebe zu Bands wie Sex Pistols oder Guns N’ Roses heraus. Seit Mitte der 90er kommen und gehen die anderen Mitglieder genauso schnell wie die Band ihren Namen wechselt. Anfang 2005 gründet man mit den Musikern The Rev, Tommy Brunette und Snell schliesslich die Band Towers Of London, worauf man relativ schnell von TVT Records gesignt wird. Erste Singles folgen und Towers Of London spielen auch ohne Longplayer bereits an grösseren Festivals. Das Interesse an den von der britischen Presse genannten „neuen Sex Pistols“ ist immens und im Juni 2006 wird schliesslich das Debütalbum mit dem Titel „Blood, Sweat & Towers“ veröffentlicht.

towersoflondon
Diskographie:
> Blood, Sweat & Towers (2006)


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