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Toy Horses - Toy Horses

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von Sophie Müller am Montag, 3. Oktober 2011 in Neuerscheinungen   

Genre: Indiepop / -rock  |  Label: kanoon (lautstark)  |  Unsere Wertung: 7.5/10

Toy HorsesRocking Horse
Verspielt ist nicht nur der Name: Toy Horses spielen gemütlichen Indie-Pop, der nach einigem Hören zum Mitsingen verführt.

Sie scheinen von allen britischen Medien gepriesen, sogar Schauspieler Stephen Fry ernennt sie zu seiner neuen Lieblingsband auf Twitter. Und das nicht zu Unrecht, denn die Popsongs auf Toy Horses gleichnamigen Debut-Album sind tatsächlich Ohrwürmer der guten Sorte.

Das walisische Duo ist quasi eine Familienangelegenheit: Toy Horses besteht aus Adam D. Franklin und seinem Stiefvater Tom Williams. Franklin schreibt die Songs, oftmals melancholisch oder gar tragische Geschichten, während Williams mit einer Vielzahl an Instrumenten aufblüht, einer elektrischen Ukulele zum Beispiel. Begleitet werden die beiden von diversen Musikern, so von niemand geringerem als Wilco-Schlagzeuger Ken Coomer, der die beiden durch MySpace entdeckte und zur Kollaboration einlud.

Vergebens sucht man im Booklet Songtexte. Nur eine Textlinie pro Seite scheint den Leser sanft zu verhöhnen: „Will you remember, when I’m gone, all the lyrics to the songs“ („Wirst du dich an die Songtexte der Lieder erinnern, wenn ich fort bin“), aus  „Loyal to the Cause“, ein Lied, welches übrigens wie eine typische amerikanische TV-Serienmusik klingt. Aber nicht alle Songs klingen so überdreht nach Liebe und Teenie-Abenteuer: Die meisten Lieder sind verträumte Popsongs. So ist „Oh Violet“ eine traurige Ballade, welche in der Hälfte kurz von einer Megaphoneinlage unterbrochen wird. Ingesamt erinnert Toy Horses’ Musik an die 60er Jahre. Sanfte Balladen und etwas rockigere Popsongs. Zwar sind die Beatles eine Inspirationsquelle für so jede Menschenformation, die sich Band nennt, doch hier hat man ein Gitarrenspiel, das sich mit Klavier mischt und einen Gesang, der tatsächlich etwas der Pilzköpfe hat: So zum Beispiel das sehr kurze gesungene Intro auf „Damage Done“, welches von repetitiven Keyboardnoten begleitet wird – genauso aber könnte man den Einfluss modernerer Bands wie den Libertines heraushören. Klassischer Indie-Rock, falls es so etwas gibt - aber immer wieder freundlich zu hören.

Seit  11. April 2011 im Handel.

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Anspieltipps:
> Play What You Want
> Love at an Arm’s Length

Diskographie:
> Toy Horses (2011)

Ähnliche Künstler:

> The Divine Comedy
> Phantom Planet
>The Libertines
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