Jan St. Werner und Andi Toma von Mouse On Mars und Mark E.
Smith von The Fall kollaborieren: Das Aufeinandertreffen trägt vorerst
noch keine Früchte.
Eine typische Platte, welche linken Intellektuellen (siehe Spex) gefallen könnte und dem traditionell geschulten, konservativen Hörer (zu Recht) die Kehle zerreisst. Zum Zweiten tendierend soll bemerkt sein, dass sowohl The Fall wie auch Mouse On Mars grosse Qualitäten besitzen, dieses gemeinsame Projekt der Köpfe der beiden Institutionen allerdings vollends in die Hosen ging. Die Platte ist bemüht, alle Richtungen der elektronischen und (nicht) tanzbaren Musik zu durchforschen, was als solches auch gelingt, aber nirgends Akzente setzen kann – und vor allem: keine geilen Rhythmen aufweist. Dass elektronische Musik sowohl melodiös, tanzbar wie auch hochwertig sein kann, haben uns in den letzten Jahren vielerlei Interpreten bewiesen: Justus Köhncke, Isolée, Jackson And His Computer Band, DJ Koze und Kelley Polar, ja und selbst LCD Soundsystem, welche ähnlich klingen (und vorgehen), haben dabei aber nicht dermassen viele Kanten und Stilzitate einsetzen müssen, dass die eigentlichen Inhalte völlig entzaubert worden wären.
Auf „Tromatic Reflexxions“ sind es am Ende nur der Opener und Single „Fledermaus Can’t Get It“ sowie der eindrücklich rhythmische Kracher „Family Feud“, welche wenigstens das Verständnis und die Berücksichtigung dieses Projekts erklären. Aber das ändert nichts daran, dass diese Platte Schrott ist.
Eine Frage noch an die Kritikerkollegen: Warum ist es sonnenklar, dass dieses Aufeinandertreffen wieder endlos überschätzt und hochgejubelt wird und gleichzeitig ähnliches, besseres Material von kleineren Namen einmal mehr untergeht?
Seit dem 18. Mai 2007 im Handel.
Anspieltipps: Family Feud
Trackliste: 1) Fledermaus can't get it; 2) The rhinohead; 3) Flooded; 4) Family feud; 5)Serious brainskin; 6) Speech contamination/German fear of Österreich; 7) The young, the faceless and the codes; 8) Duckrog; 9) Chicken yiamas; 10) That sound wiped; 11) Jbak Lois Lane; 12) Dearest friends
similar artists: LCD Soundsystem, Underworld, !!!
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Bio:
Von Südenfed setzt sich zusammen aus Mark E. Smith von The Fall, Jan Werner und Andi Toma von Mouse on Mars. Was zunächst wie eine merkwürdige Kombination anmutet, verdichtet sich auf der Platte zu weitaus mehr als der Summe seiner einzelnen Teile. Smith hat Mouse on Mars seine Stimme bereits auf „Wipe That Sound“ (2004) geliehen. Noch als Gastsänger, doch nicht ohne zu bemerken, dass das nicht alles gewesen sein sollte. Drei Jahre später ist aus der Zusammenarbeit eine richtige Band geworden.