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Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
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Was übrig blieb - Kurzrezensionen März 2011

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von Redaktion exitmusic.ch am Freitag, 8. April 2011 in Neuerscheinungen   

4   |  Beth Ditto – EP  |  Disco-Pop  |  Sony  |  7.0/10 - TheNoise

Beth Ditto EPDie füllige Sängerin mit der vollen Stimme macht einen Ausflug in die Diskothek. Dafür muss sich die stimmgewaltige Sängerin etwas zurücknehmen. Es scheint ihr nicht schwergefallen zu sein. Dass ihre Stimmlage auch für Discopop taugt, konnte man schon an davon gar nicht so weit entfernten Gossip-Songs wie „Love Long Distance“ hören. Simian Mobile Disco statten Beth Ditto mit der passenden Musik aus – ein paar House-Anklänge, ein wenig Nostalgie-Elektro, und ein bisschen unaufdringlich platzierter Schnickschnack. Für das abendfüllende Programm wünscht man sich eher Beth Ditto als Rampensau – als Zwischenmahlzeit kann man sich auch „EP“ durchaus schmecken lassen.

4 |  Stahlberger – Abghenkt   |  Mundart  |  Stahlberger |  7.5/10 – Ph. Feer

AbghenktManuel Stahlberger hat und wurde abgehängt. Bei verlumpten Heimatgefühlen, instrumentalisierten Zwängen und einer Crème, die scheinbar nützt,  findet er keinen Anschluss und Nutzen mehr. Der gute Beobachter wird zum unschweibaren Zyniker und bietet in abstrakten Bildern einzelne Möglichkeiten an, um aus dem Trott der Isolation herauszukommen. Das Unterfangen bleibt schwierig. Sein zweites Album "Abghenkt" ist ein bedeutend düsteres und variantenreicher intrumentalisiertes Album, bei dem trotz liebenswürdigem Dialekt und humorvollen Reimen des Öfteren der Atem stocken bleibt. Abgeklärt wird das freudlose Geschehen hin genommen. Das schockiert, frustriert und berührt!

4  |  R.E.M – Collapse Into Now  |  Alternative, Indie  |  Warner  |  7.5/10 – M. Messerli

Collapse Into Now„Collapse Into Now“ ist das fünfzehnte Album von R.E.M. und das alleine genügt, um mit etwas Ehrfurcht heranzutreten. Nicht immer waren die Herren Buck, Mills und Stipe so stilsicher wie auf diesem Album und dessen Vorgänger. Einige, die „Accelerate“ als biederes Selbstzitat abkanzelten, das auf Teufel komm raus die alten Zeiten ins neue Jahrtausend beamen wollte, finden „Collapse Into Now“ nun richtig klasse. Vielleicht weil sie dann doch erkannt haben, dass auch „Accelerate“ alles andere als rückwärtsgerichtet war, sondern toll und nun ein weiteres sehr gutes Album der Altmeister vorliegt. Ist das dann Zufall, wenn Eddie Vedder in „It Happened Today“ mitmacht? Die Frage stellt sich, weil auch Pearl Jam erst mit den letzten beiden Alben wieder zu überzeugen vermochten. „All the Best“, „Überlin“ und „Oh My Heart“ sind jedenfalls keine Selbstzitate, sondern richtig gute Songs.

4 | Missincat – Wow  |  Pop  |  Revolver |  6.0/10 - TheNoise

Wow PopDer Sommer kommt und Missincat bringt die fluffigen Lieder für den vergnügten Strandausflug. Doch auch wenn sie mal gewitzte Bläser aufblitzen lässt, mal ein Mellotron und auch ein Duett mit Miss Li bringt – weder die Songs noch die Arrangements sind „Wow“. Ihre Stimme ist nach wie vor bezaubernd, doch auch wenn ihre Phrasierung immer wieder originell ist, holt sie ihre Songs damit nicht aus dem allzu Gewöhnlichen. „Wow“ mag für eine nette Wochenendaffäre gut sein, aber schon zur Sommerliebe taugt es nicht mehr.

14 |  The Unthanks - Last  |  British Folk  |  Rough Trade  |  8.0/10 - T.Imbach

LastWegzuhören ist hier kaum mehr möglich: Mit Intimität und grossen Ambitionen bahnt die britische Folkgruppe Schönheit und Schrecken den Weg in ihre berührenden Songs, wovon sich einer als schöner als der andere entpuppt. Klavier und filmmusikartige Streicher vereinen sich mit reizendem Frauengesang, der nur einige wenige Meter weit zu tragen scheint. Obwohl wunderschön und nicht ohne Optimismus, ist "Last" etwas zu dunkel und traurig für die sonnigen Frühlingstage, in einigen Monaten aber führt hieran nichts mehr vorbei.

18 |  J. Mascis – Several Shades of Why  |  Singer/Songwriter  |  SubPop  |  8.0/10 - Ph. Feer

Several Shades of WhyHier handelt es sich um das erste wirkliche Soloalbum des Dinosaur Juniors. Und das merkt man sofort, auch wenn mit Kurt Vile, Ben Bridwell (Band of Horses) und Pall Jenkins (Black Heart Procession) und Kevin Drew namhafte Gäste dabei sind, sie stehen bewusst im Schatten des grossen Mannes. Die Wandlung hätte kaum jemand J. Mascis zugetraut: Bestörend simpel, furchbar traurig und exterm einnehmend. ist "Several Shades of Why". Dieses Album unterstützt diese Faszination Dinosaur Jr., es ist sozusagen das Making-of zum Bandoutput, welchem bisher immer die authentisten Szenen zum Opfer gefallen sind

18 |  Ellen Allien - Dust RMX  |  Electronic  |  Bpitch Control  |  7.0/10 - M. Pichler

Dust RMXWenn man die experimentierfreudige Ellen Allien remixed will, kann man fast nur ein Version produzieren, die näher beim Mainstream ist als das Original. Nichtsdestotrotz kommt eine abwechslungsreiche Platte mit viel Drive daher. Ideal um auf Reisen seinen Gedanken nachzuhängen, aktive Musik für die Arbeit oder auch um sich dazu zu bewegen. Die Lieder sind genug interssant, um anzuregen, aber auch smooth genug, um nicht abzulenken. Mal mystisch, mal tropisch, mal nachdenklich. Da hat es für jeden was dabei. Und das mit raffiniert eingebetteten Ellen Allien Elementen.

18 |  Black Joe Lewis - Scandalous  |  Soul  |  Lost Highway Records  |  8.5/10 - T.Imbach

ScandalousAuf den ersten Blick könnte man das Quartett um Black Joe Lewis und die Honeybears in die gleiche Ecke wie die anderen zweifellos grossartigen Retro-Soul-Acts wie Sharon Jones und ihre Dap-Tones stellen wollen, so sind Einflüsse und Vorbilder auch klar zu benennen. Der Mix machts aber aus, die schwere Blues-Schlagseite und die dreckigen Gitarren verpassen dem R&B-Sound des Quartetts aus Austin so viel Charakter, dass man den anfänglichen Gedanken spätestens nach zwei, drei Tracks schnell wieder verdrängt. Der raue Soul-Gesang geht unter die Haut, die Melodien bleiben im Herz und die erdige Instrumentierung macht die Südstaaten der USA wieder einmal mehr zum Reiseziel überhaupt. Prächtiges Album.

Januar |  The Go! Team – Rolling Blackouts  |  Post-Rock, Dance  |  Memphis Industries  |  6.5/10 - C. Döbeli

Rolling BlackoutsThe Go! Team ist eine der wenigen Bands, bei denen ich immer wieder Staunen muss. Einfach schon nur vom Zuhören. Wenn ich mir die Siebziger in irgendeiner Weise vorstelle, dann ganz bestimmt mit Kindern, die Pong spielen und dazu trashingen Sound hören. Der trashige Sound ist in meiner Vorstellung The Go! Team. Immer. Mit T.O.R.N.A.D.O. beginnt die Achterbahn durch Rock, durch Pop, ein bisschen Hip-Hop und einfach guter Laune. Karneval-Musik könnte man schon beinahe sagen. „Bust-out Brigade“ ist das Fasnachtslied schlechthin und das stärkste Lied dazu: Guggenmusik der feinen Art. In „Super Triangle“ kommt ein bisschen Ruhe in die fast schon pilztrip-ähnliche Scheibe. Für eine sorglose Tour durch den Sommer mit Freunden genau das Richtige. Eine sondergleiche Klangvielfalt, welche aber im falschen Moment auf enorme Abneigung stossen kann.

Februar |  Thirteen Senses - Crystal Sounds  |  Pop  |  Pias  |  6.5/10 - N. Reusser

Crystal SoundsSich wieder aufrappeln nach dem Fall. Erneut produzieren, wenn einem das Label Mercury Records fallen gelassen hat. Auftauchen nach drei Jahren des Schweigens und mit dem neuen Album "Crystal Sounds" zeigen, dass man immer noch etwas zu sagen hat. Schliesslich bleibt doch ein innerer Drang Musik zu machen. Die Band Thirteen Senses aus England ist zurück. Eine grosse Welle, die auf dich zukommt, dich aufwühlt und mitnimmt.
Die Indie-Band schaffte nie den grossen Durchbruch. Die beiden ersten Alben "The Invitation" und "Contact" waren eigentlich sehr vielversprechend, voller Melodien, die nicht erfragt werden, weil sie echt sind. Doch der Markt ist überflutet von Coldplay-mässigen Bands. Da werden Thirteen Senses mit ihrer Musik, die dazu neigt beliebig zu sein, nicht gross auffallen. Es sind nette Hits, die in keiner Weise überraschen. Obwohl manche Melodien wirklich eindringlich sind, ist diese Musik leicht mitzusingen und doch leicht zu vergessen. "Crystal Sounds" ist ein frisches Album, nur bekömmlich, vorhersehbar.
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