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Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
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Was übrig blieb - Kurzrezensionen Oktober 2010

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von exitmusic.ch am Montag, 8. November 2010 in Neuerscheinungen   

1 Clinic - Bubblegum |  Indie  |  Domino  |  7.0/10 - R.Best

BubblegumClinic sind Veteranen in ihrer eigenen Ecke: einfache Gitarrenläufe, beim Hip Hop anklopfende Beats, eine leicht kranke bis unheimliche Stimme, komisch ergreifend. Das neue Album „Bubblegum“ wartet indes nur mit 3 Songs auf, die Déjà-Vus bei Fans auslösen dürften. Der Rest ist weit verhaltener als gewohnt, sparsam instrumentiert, mehr Sixties - und zuweilen viel besser. Erratische Balladen wie „Baby“ oder „Linda“ lassen vergessen, dass sich die eingängigeren Stücke wie „Lion Tamer“ oder „Forever (Demis’ Blues)“ doch sehr im eigenen Back-Katalog bedienen.

1 Suzanne Vega – Close Up, Vol. 2 People & Places |  Folk  |  Cooking Vinyl  |  7.0/10 - TheNoise

Close UpSuzanne Vega hält Rückschau und spielt auf vier thematisch sortierten Alben ihre wichtigsten Stücke neue ein. Nach der im Mai erschienenen Ausgabe mit Liebesliedern treffen wir nun auf zwei alte Bekannte: „People & Places“ bringt „Luka“ und „Tom’s Diner“, ihre wohl bekanntesten Stücke. Ersteres leicht akzentuierter, mitunter fast beiläufig gesungen und nur mit Gitarrenbegleitung, das zweite mit einem verstörend-geheimnisvollen Streicherauftakt und einem treibenden Bass im Mittelpunkt. Und mit „The Man Who Played God“ gibt es auch ein neues Stück, an dem auch Danger Mouse mitgeschrieben hat – ein schöner Ausblick auf ein Album mit neuen Stücken. 

8Sufjan Stevens - The Age Of Adz |  Alternative Pop, Indie  |  Asthmatic Kitty   |  8.0/10 - S. Müller

The Age Of AdzEin musikalisches Feuerwerk, eine Reizung, vielleicht gar Überreizung, too much. Es piepst, es kratzt, ein Orchester - und dann wieder absolute Stille, bis das nächste Lied wie der Eintritt Darth Vaders klingt. Aber nicht alles auf Sufjans - was, neuntem? - Album ist so spektakulär wie "Too Much" oder "I Want to Be Well". Er bleibt seiner ruhigen Seite auch treu, so etwa mit "Now That I'm Older" oder "Bad Communication". Und immer dieser Chor, der erst nur alles untermalt und dann die Überhand gewinnt, wie einem 50er-Film entnommen, einem alten Disneyzeichentrick. The Age of Adz ("Odds" ausgesprochen, ) ist ein extravagantes, üppiges aber auch abgespactes Werk. Es entführt in andere Welten, mit elektronischen und klassischen Melodien, die sich gegenseitig bekämpfen und umgarnen. Mir gefällts.

8Robert Owens - Art  |  Electronica, House  |  Compost Records  |  8.0/10 - T. Imbach

ArtSeit mehr als zwei Jahrzehnten liefert der 50-jährige Afro-Amerikaner der House-Musik eine ihrer charakteristischsten Stimmen - auf seinem vierten Album "Art" setzt er sich in 19 Tracks über Genre-Grenzen hinweg, auf Disc 1 bettet er seine Stimme in einen Klangkosmos von Neo-Soul, Deep House und experimentellen Tönen, während bei Teil 2 das Tempo spürbar erhöht wird und tanzbare Rhythmen vorherrschen. Musikalisch alleine bereits aufregend genug, ist es die Meisterschaft des Vokalisten, die "Art" definitiv zum Muss machen, nicht nur für Chicago-House-Fans, sondern für Electronica-Afficinados überhaupt.

15 Asmara All Stars – Eritrea’s Got Soul |  World  |  OutHere  |  7.0/10 - TheNoise

EritreaSie machen Afro-Pop im "Bigband"-Stil der 1970er-Jahre, lieben aber Reggae und Hip-Hop ebenso wie Jazz, Soul und funkige Rhythmen. Asmara All Stars versammelt die gemäss Plattenfirma besten Musiker des krisengeschüttelten Landes. Temasgen Yared könnte zum eriträischen Khaled werden, während Adam Hamid mit seinem Liebeslied im ursprünglichen, roheren Stil überzeugt. Ibrahim Goret bevorzugt ein raffiniert-reduziertes Arrangement mit Oud und Perkussion, während der junge Rapper Temasgen Hip Hop mit der gesamten Besetzung der 14köpfigen Asmara All Stars in die Vollen geht. "Eritrea's Got Soul" biete zwar keine wirklich bahnbrechenden Stücke, ist aber trotzdem ein abwechslungsreiches Album mit einigen schönen Leckerbissen.

15 | The Late Call – Already Have a Home |  Singer/Songwriter, Pop     Tapete  |  8.0/10 - Ph.Feer

Already Have a HomeDer Schwede Johannes Mayer macht die Musik seiner Landsleute – folkig, eingängig, melancholisch. Aber im Vergleich zu anderen besonders gut, so dass sein zweites Album „Already You Have a Home“ hier erwähnt werden muss. Besonders erstaunlich ist das wundervoll leichte zweite Stück „Fribourg“. Nicht nur wegen dem passenden Titel, sondern weil das Stück im Vergleich zu den vielen akustischen Stücken mit ihrer nachdenklichen Note mit einer gelungenen Mischung von beschwingten Mischung aus Bläsern und Streichern glänzt. Neben der musikalischen Details, die sich aufregend durch das ganze Album ziehen, ist es vor allem eindrücklich, wie die unaufgeregte und unspektakuläre Stimme von Mayer derart zielsicher und irgendwo zwischen Ron Sexsmith und Kings of Convenience in seiner Musik aufgeht. Fein und verführerisch, endlich wieder mal ein sehr empfehlenswertes Singer/Songwriter Album.

15 | Kelley Stoltz – To Dreamers |  Psychedelic Pop  |  SubPop  |  7.5/10 - Ph. Feer

To Dreamers „Do you want to Rock and Roll with Me?“ Entsprechend  dem Titel hört sich der erste Song auch an, obwohl qualitativ um einiges besser als unserere Erwartungen. Stoltz träumt von der Vergangenheit und bringt die wunderschön glaubhaft und in vielen Facetten ins Diesseits. Wie auf „Pinecone“ zärtlich zwischen den den abgefahrenen Beatles und den Beach Boys geträllert, ist sein neues Album „Something more than ordinary“. Seine Stimme passt sich seinem Handwerk – Instrumente und Produktion – an und reist zwischen den Zeiten, so dass man ohne den Namen des Musikers auch oft eine britische Band aus der Zeit von Bowie und Velvet Underground - mit einer Prise Garage garniert - vermutet. Stoltz ist innovativ, nostalgisch und eine grosse Entdeckung.

22Charlie Haden & Quartet West - Sophisticated Lady  |  Vocal Jazz  |  Emary Records  |  9.0/10 - T. Imbach

Sophisticated LadiesMit seinem Quartet West zelebriert der legendäre Avant-Garde-Jazz-Bassist Charlie Haden die Schönheit der Musik, und "Sophisticated Ladies" dürfte DAS Vocal-Jazz-Album des Jahres sein ...was, Voca..? Richtig, der Titel "Sophisticated Ladies" ist auch Programm. Mit einer Handvoll der besten Stimmen unserer Zeit (darunter auch eine Genre-Fremde wie Renée Fleming (absolut grossartig in !)) kreiert der 73-jährige Kontrabassist ein wundervoll nostalgisches Kunstwerk.


22Kno - Death Is Silent  |  Hip Hop  |  A Strange Piece Of Music  |  8.0/10 - T. Imbach

Kno - Death Is SilentDas Cover des Solo-Debüts vom Cunninlynguist Kno machte uns ein bisschen Sorgen, und in der Tat, das Album klingt genau so wie es die Grafik schon befürchten lässt: etwas zu theatralisch in düsteren Gedanken und Melancholie veloren. Zum Glück sind aber auch einige ausgeklügelte Beats dabei, die zum Besten gehören was es in diesem Jahrzehnt auf die Ohren gab.


22Broken Records - Let Me Come Home  |  Indiepop  |  4AD  |  7.5/10 - C.Döbeli

Let Me Come HomeDie relativ Junge Band aus Schottland kreierte Ihr zweites Studioalbum namens „Let Me Come Home“. Die spezielle Leadstimme speist die Folk-Musik grandios, wenn auch nicht für jedermanns Geschmack. Eine Violine gehört nicht nur in ein Orchester, das sagen auch Broken Records. Tief und nachdenklich, aber auch geläufig wie bei „A Darkness Rises Up“ hören sie sich an, die Jungs aus Edinburgh. Sehr gekonnt fügen Sie auch das Cello und das Akkordeon in Ihre Werke ein. Heimelig und sogar sanft ums Herz wird’s beim letzten Stück „Home“.




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