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Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
Here We Go Magic – A Different Ship
Fela Kuti – Live in Detroit

19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
Beach House – Bloom
Best Coast – The Only Place
Guided by Voices – Class Clown Spots a Ufo alles lesen
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Was übrig blieb - Kurzrezensionen Juli und August 2010

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von Redaktion exitmusic.ch am Samstag, 4. September 2010 in Neuerscheinungen   
Die zwei Sommermonate auf einmal, diesmal mit The Budos Band, Dr. John, Major Lazer, Esperanza Spalding, David Dondero und weiteren ...

13.7 | Sun Kil Moon – Admiral Fell Promises  |  Alternative Pop/Rock  |  Caldo Verde  |  7.0/10  -  P. Feer

Admiral Fell PromisesEin alter Titelsong, neue Gitarre und neue Ideen. Anders kann man das auf Mark Kozelek und Nylonguitarre reduzierte Album nicht beschreiben. Es ist kein Soloalbum, keine Sammlung an Hits, aber es ist auch nicht wirklich Sun Kil Moon, deren Alben „Ghosts of the Great Highway“ und „April “ damit glänzten, dass eine ganze Band versucht, ruhige, aber immer melodramatische Songs zu kreieren. Bei „Admiral Fell Promises“ ist viel Herzblut, Können und Geschick dabei. Aber es braucht zum ersten Mal eine gewisse Anstrengung die berührenden Lyrics und der abwesenden Stimme zu lauschen und die Spannung herauszuhören.

16.7  | Dr. John - Tribal  |  New Orleans R&B  |  Proper Records  |  8.0/10  -  T. Imbach

TribalDr. John macht in den letzten Jahren eigentlich auch wieder alles richtig. Er besinnt sich seiner Stärken, auf Tribal ist er auch so wieder als ”Night Tripper” unterwegs, das Cover des Albums deutet es bereits an. Erinnerungen an die frühe Sternstunde ”Gris Gris” werden bei Stücken wie ”Mancovas” oder ”Sleepin' in my bed” unweigerlich wieder wach. Und dazu viel New Orleans R&B mit Schwenkern Richtung Latin und Folk, zeitlos klingend und zeitlos gut, und auch der Doktor selbst, einer DER essentiellen Musiker Amerikas, scheint nicht zu altern.

20.7  | Major Lazer - Lazers never die EP  |  Electro, Dancehall, Dub  |  Mad Decent  |  6.0/10  -  T. Imbach

Lazers Never DieMajor Lazer war nicht ein einmaliges ”Vergnügen”, das beweisen Diplo & Switch mit zwei neuen Songs auf dieser EP. Keine Melodie, dafür Polizeisirenen, Marschtrommeln und karge Techno-Beats bilden in ”Sound Of Siren” eine Steilvorlage für M.I.A. und (erstklassig!) Busy Signal. Viel entspannter gehts im dubbigen “Good Enuff” her und zu – Major Lazer können offenbar auch Geschmack beweisen. Den Rest der EP machen drei Remixes, einer für den Club (Buraka Son Sistema wagen sich an ”Bruk Out”), einer für die Headz (K.L.A.M.'s lassen in ”Can't Stop Now” Dubstep auf Jungle auf Rocksteady treffen) und einer für den Kopf (Thom Yorkes stellt einem Raggamuffin sphärischen Dub-Techno zur Seite). Nicht nur für Fans.

10.8  | The Budos Band - III  |  Deep Funk, Funk Rock  |  Daptone |  8.0/10  -  T. Imbach

IIIDie New Yorker scheinen leicht verstimmt zu sein, der Grundton des Albums ist es auf jeden Fall. Die sommerlich-zurückgelehnten Stimmungen der ersten beiden Alben kann man lange suchen, die Budos schlagen mit den düster-rockigen Funk-Sounds eine neue Richtung ein. Spannend!




13.8  | Esperanza Spalding - Chamber Music Society  |  Vocal Jazz, Modern Jazz, |  Heads Up  |  8.5/10  -  T. Imbach

Chamber Music SocietyAuch ihr drittes Album ist ein grosses Versprechen für die Zukunft der modernen Musik. Auf "Chamber Music Society",  Teil 1 einer Serie ("Radio Music Society" soll nächsten Frühling folgen) spielt die 26-jährige Multiinstrumentalistin und Sängerin mit Ansätzen aus Bossa Nova, Tango, Flamenco, europäischer Klassik, zeitgenössischem Jazz und zusammen mit fantastischen Musikern wie Terri Lynne Carrington oder dem legendären Milton Nascimento. Eines der Alben des Sommers, nicht nur im Jazz, das ist lange nicht mehr nur Jazz, sondern grenzensprengend.

17.8  | John Mellencamp - No Better Than This  |  Roots, Americana  |  Rounder  |  8.5/10  -  T. Imbach

No Better Than ThisWas gut werden musste, wurde gut: Für sein 21. Album begab sich Mellencamp mit einem Mikrofon und einer Handvoll bester Musiker (u.a. Marc Ribot, T-Bone Burnett) auf eine Reise durch die Südstaaten, spielte in berühmten Kirchen und legendären Studios und kehrt mit einigen der schönsten Songs seiner bald 40-jährigen Karriere an die Öffentlichkeit zurück.



27.8  | David Dondero – # Zero with a Bullet  |  Experimental Pop, Indie Rock  |  Affairs of the Heart  |  7.0/10  -  P. Feer

# Zero With A BulletDas neue Album des rastlosen Troubadours und Weltreisenden kann es anfangs nicht genug eilig haben und kommt roh und kantig daher. Nur Donderos brüchige Stimme, die hier mehr denn je an eine Mischung von Daniel Johnston, Tim Kasher und Conor Oberst erinnert, verlangsamt den anbrausenden Schnellzug manchmal. Auch die Aufnahme dauerte nach Donderos Aussage nur zwei Stunden, kein Wunder also war der nicht unbekannte bärtige Bruder von Mike Mogis und Saddle Creek-Freund, AJ Mogis, mit am Werk. Diese Einfachheit und Dringlichkeit überzeugen vor allem auch, weil kein Ausfall zu verzeichnen ist. David Dondero nimmt viele Geräusche und Rhythmen aus der weiten Welt mit, genauso unterhaltend fühlt und hört sich „# Zero with a Bullet“ auch an und lässt sich treffend mit dem Namen der letzten und deutlich schwächeren Platte bezeichnen: „Simple Love“.

Übrigens ist Dondero vom 9. bis 11. September in Zürich (La Catrina), St. Gallen (Tankstelle) und Lausanne (Brasserie du Chateau) zu sehen.
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