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4 | Ariel Pink's
Haunted Graffiti - Before Today | Experimental Pop, Indie Rock | 4AD | 8.0/10
- T. Imbach
Auf
seinem ersten Studio-Album folgt Chillwave-Vorkämpfer Ariel Pink seiner Vision zum ersten
Mal in
sauberem Sound – und war nie zuvor besser, ein Zusammenhang ist zu
erahnen. Die Stärken blieben derweil
auch beim Neustart die gleichen: Der wahnsinnige Mix aus den
AM-Pop/Soft-Rock und Blue Eyed-Soul-Harmonien, Funk-Bläsern und
synthlastigem New Wave/Post-Punk ist einzigartig, heimlicher Favorit ist
dabei das lässige Instrumental “Reminiscences“.
7 | The Roots - How I Got Over | Rap | Def Jam | 7.0/10 - T. Imbach
Ein zweites "Things Fall Apart" oder "Illadelph Halflife" kriegen The Roots wohl nicht mehr hin, aber auch ihr elftes Album bewegt sich auf gewohnt hohem Niveau. Für frischen Wind sorgen die vielen Gesangsstimmen, die einen grossten Teil der 42 Minuten Laufzeit prägen - Genre-Verwandte wie John Legend oder die Dirty Projectors veredeln die stets jazzig-gedämpfte Stimmung des Albums, aber auch die Monsters Of Folk oder Joanna Newsom werden unerwartet elegant gesampelt und einverleibt. Nach neun ziemlich pop-lastigen, aber meist grossartigen Songs flacht das Album allerdings gen Ende ziemlich bös ab.
8 | The New Loud –
Measures Melt | NewRave/Electropop | Eigenvertrieb | 3.5/10
- P. Gautschi
Menschen die damals Avril Lavigne oder Dover cool fanden,
mittlerweile ein kleines bisschen gealtert, jedoch nicht wirklich
gereift sind, finden The New Loud höchstwahrscheinlich heute auch cool.
Melodiöser Indierock auf Speed, hibbelig, quirlig, ruhelos mit
niedlichem Frauen/Herren Duettgesang, witzigen Elektrobasteleien bis hin
zum House, dazu moderne NewWave-Gitarrensalven. Pseudorock +
Elektrogewichse + klebrige Melodien = Potentieller Hitparadenstürmer.
Für die ruhelose Jugend ein Grund mehr um sich zu betrinken und zu
tanzen, für den nur ansatzweise anspruchsvollen Hörer eine fiese
auditive Vergewaltigung.
18 | Robyn - Body Talk Pt
1 | Electro-Pop | Ministry Of Sound | 3.5/10 - T. Imbach
Robyn macht den Einstand zu ihrer Mini-Album-Trilogie. Was
auf Papier ambitioniert klingen mag, ist in der Realität erst mal eine
Ansammlung eingängier, aber auch ziemlich simpler Electro-Pop-Songs.
Wenn die zarte Stimme der Schwedin endlich mal nicht nur über dumpfem
Synthie-Brei erklingt, dann offenbaren sich die Stücke auch noch als
böse Filler - nur sechs Songs wären vielleicht aber doch etwas gar wenig
für ein Album gewesen. Natürlich, nicht ganz alles ist so grauenhaft
wie "Fembot" oder "Cry When you Get Older", der grosse Hit des Albums
"Dancing On My Own" ist zumindest ein nettes Pop-Liedchen fürs Radio und
auch der Disco-Reggae "Dancehall Queen" ist nicht ganz ohne Charme ...
aber wenn das mit den nächsten Teilen so weitergeht, hätte sich die
Schwedin vielleicht doch lieber etwas mehr Zeit gelassen und einfach ein
Album mit nur guten Songs rausgebraucht (auch wenns dann nur 5 davon
sind)
21 | Eminem - Recovery | Rap, Pop | Interscope | 2.0/10 - T. Imbach
Recovery müsste eigentlich Gutes verheissen, wenn man sich vor Augen führt, zu welcher Form Eminem zurück finden könnte. Es tut sich zwar einiges beim Rapper aus Detroit, aber von der Grösse seiner ersten beiden Scheiben hat sich Eminem weiter als je zuvor entfernt: Auf "Recovery" dominieren schreckliche Beats mit noch schrecklicheren Stadion-Rock-Gitarren und Eurodance-Samples, fragwürdige Gast-Auftritte (die Creme de La Creme des Grauens: Pink, Lil Wayne, Rihanna) - und Eminem selbst? Technisch nach wie vor beeindruckend, in textlicher Hinsicht aber auch nur noch zum Gähnen.
21 | Stromae - Cheese | Electro-Pop | B1 | 1.0/10 - T. Imbach
Nicht zum Aushalten (ich habs mir tatsächlich angehört, daher weiss ich auch um den Höhepunkt des Albums - House'llelujah)
25 | No Hawaii – Snake My Charms | Progressive Rock / Meta | Parallel Music | 6.0/10
- P. Gautschi
Irgendwo zwischen Isis, Tool, System Of A Down und The Fall Of Troy könnte man den kreativen Lärm der schwedischen Band No Hawaii einordnen. Leider erreichen sie selten die Raffinesse der eben genannten Referenzen. Durchaus gut gespielte, vielseitige, manchmal melodiöse, dann wieder schrecklich aggressive Musik. Zwischen angenehm dezentem psychedelischen Rock und wuchtig-bösem, gesanglich logischerweise gegrunztem Hardcore wird clever gewechselt. Nur selten dauern die Tracks weniger als 5 Minuten, winden und schlängeln sich gekonnt durch sämtliche Facetten des modernen Metals und werden Anhänger des Genres zumindest kurzzeitig beglücken.
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