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Woodbine - Best Before End (2005) (Domino Records/Musikvertrieb)

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von Magdalena Oehen am Freitag, 1. April 2005 in Neuerscheinungen   
Zeitlupenmusik

Woodbine - Best Before End (2005) (Domino Records/Musikvertrieb)"Best Before End". Vor welchem Ende denn bitte schön? Vor dem Ende der Platte etwa? Dahin muss man es erstmal schaffen. Denn der zweite Longplayer von Woodbine hypnotisiert den Zuhörer mit seinem Slowcore-Sound bis an die Grenze zum Einschlafen. Was nicht unbedingt negativ sein muss.

Zugegeben: Schön ist die Musik des Trios aus Lancashire, UK. Zarte, akustische Gitarren, zurückhaltende Keyboards und Drums ohne HiHats bilden neben Susan Dillane und Graeme Swindels Vocals den understated Sound von Woodbine. Ihre Musik ist leise und melancholisch und vermittelt eine Wärme, mit der Dillane und Graemes Gesang nicht mithalten kann. Ihr Versuch, so relaxed wie möglich zu klingen, lässt sie oft teilnahmslos und kühl erscheinen.
Die erste Hälfte des Albums ist eher unspektakulär. Schon der Opener "Cope" lässt ahnen, was der Zuhörer zu erwarten hat: Möglichst leise und langsame Musik mit langen, stillen Sequenzen, bei denen man sich in der Luft hängen gelassen fühlt und sich mehr als nur einmal fragt, ob wohl der nächste Ton gespielt wird oder doch nicht. "Tea Time Assortment" besticht zwar durch seinen relaxten Beat, die Lyrics über Biscuits sind dann aber doch wieder etwas zu eigenartig.
Mit "The Woods" wird die Wende zum Guten eingeleitet. Die schönen Gitarren-Plucks und das repetetive "'cos" haben eine hypnotische Wirkung auf den Zuhörer und stimmen ihn auf "Monkeys" ein, ein Song mit einer eingängigen und hübschen Melodie, begleitet nur von einer akustischen Gitarre und gelegentlichen, sphärischen Klängen. "Cop On" ist mein Favorit des Albums. Für einmal singt Susan Dillane mit Wärme in ihrer Stimme und die Echo-Effekte lassen den Zuhörer aus seiner Lethargie aufwachen und vermögen endlich zu begeistern. Schade nur, dass der Song so kurz ist. Auf "Drink Drive" werden die Stimmen von Susan Dillane und Graeme Swindels vereint und es entsteht ein Refrain mit erstaunlich viel Wärme und hohem Wiedererkennungspotential.
"Best Before End" ist ein angenehm schönes Album, das jedoch nicht wirklich zu begeistern vermag. Man sollte sich ausserdem gut überlegen, zu welchem Anlass die Songs von Woodbine gespielt werden sollten. Als Begleitmusik zum Autofahren oder Arbeiten sind sie auf jeden Fall nicht zu empfehlen. Dafür ist der Hypnose-Faktor zu hoch.


Seit 11. April 2005 im Handel.

Anspieltipps: The Woods, Monkeys, Cop On
similar artists: Low

> Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Das Trio aus Lancashire, UK besteht aus Susan Dillane (Vocals, Keyboards, Guitar, Beats), die auch als Gastvokalistin bei Death In Vegas tätig ist, Graeme Swindon (Guitar, Vocals, Bass) und Rob Healey (Guitar, Tambourin, Keyboards). Nachdem sie 1996 von Domino Records unter die Fittiche genommen wurde, nahmen sie sich drei Jahre Zeit, um ihren ersten, selbst betitelten Longplayer aufzunehmen, der bei Kritikern weltweit viel Anklang fand. Nach sechs Jahren kreativer Pause veröffentlichen die drei Briten ihr neues Album "Best Before End".

Woodbine - Best Before End (2005) (Domino Records/Musikvertrieb)
Diskographie:
> Woodbine (1999)
> Best Before End (2005)


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