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Yawning Sons - Ceremony to the Sunset

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von Lukas Meyer-Marsilius am Freitag, 28. August 2009 in Neuerscheinungen   

Genre: Psychedelic Stoner  |  Label: Lexicon Devil Records  |  Unsere Wertung: 6.5/10

Ceremony to the Sunset Zwischen kalifornischer Wüste und englischer Küste
Eigentlich flog Gary Arce von Yawning Man nach England, um das neue Album von Sons Of Alpha Centauri zu produzieren. Doch dann entstand aus der Jamsession zur Auflockerung eine neue Band, die gleich mit ihrem Debütalbum aufwartet.

Mit „Yawning Sons“ wollten beide Seiten nicht wie sonst reine Instrumentalmusik machen, sondern dem Sound eine Stimme dazu geben – oder besser verschiedene Stimmen, nämlich jene von Mario Lalli (u.a. Fatso Jetson, Yawning Man, Desert Sessions), Scott Reeder (Kyuss) und Wendy Rae Fowler (Mark Lanegan Band). Das Ergebnis ist auf jeden Fall hörenswert. Sieben Lieder mit einer Durchschnittspielzeit von über sechs Minuten, wobei nur das Mittelstück „Whales in Tar“ kürzer ist als fünf Minuten – und das ist eher eine Skizze als ein Lied. Der Gesang ist nicht dominierend, sondern fügt sich ein ins Ganze und sticht nicht heraus, was auch gar nicht nötig ist. Die Instrumentierung ist reduziert, Schlagzeug, Bass und einige Gitarrenspuren reichen aus, um weite Räume zu erschaffen. Es ist kein harter Stoner Rock, sondern bluesig-psychedelisch angehaucht, oft an Pink Floyd erinnernd. Die Gitarren werden selten verzerrt und die Rhythmussektion drückt auch nicht aufs Gas, die Stimmung wird langsam aufgebaut.

Einzelne Lieder herauszuheben fällt schwer, zu sehr ist das Album eine Einheit. Am ehesten sticht „Garden Sessions III“ heraus, das fast minimalistisch instrumentiert ist und dem chorartigen Gesang mehr Platz bietet; das ist interessant, aber nach fünf Minuten auch ein wenig langweilig. Die Titel klingen alle ein wenig botanisch, wie „Japanese Gardens“, „Tomahawk Watercress“, „Meadows“ – auf spezielle Art naturverbunden wirken die Yawning Sons aber nicht.

Ein bisschen Geduld braucht man schon für „Ceremony to the Sunset“. Ohrwürmer gibt es so wenige wie Tanzflächenfüller, dafür eine Dreiviertelstunde stimmige Musik. Für einen unaufgeregten Sommerabend am See mit Bilderbuch-Sonnenuntergang genau das Richtige.

Seit 21. Mai 2009 im Handel.

> Hören und Kaufen  > MySpace > Label
Yawning Sons
Anspieltipps:
> Meadows
> Japanese Gardens

Diskographie:
> Ceremony to the Sunset (2009)

Ähnliche Künstler:
> Kyuss
> Pink Floyd
> Mark Lanegan
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