Dass es das heute noch gibt! Meine Güte, dieses Demo erinnert mich grad' 2fach an meine Jugend:
a)Ich, der Metal-Fan mit Vinyl-Sammlung und Niete auf dem Rücken
b)Ich, der Gitarrist, der stets laut und deutlich über seinem Niveau zu spielen pflegte
Tja, da liegt es vor mir, unschuldig und doch aufs Ärgste geschunden und missbraucht: Das Demo der drei Luzerner von Amarant.
Diese Mischung aus Metallica & Co. sowie King Crimson – gepaart mit einem doch eher mehr schlechten als rechten Sound; dieses leider zusätzlich zu oft zu unpräzise Gefrickel, das zwar Spielvermögen vermuten lässt, aber auch gleichzeitig Kopfschütteln und sanftes Grinsen provoziert – vermag mich exakt zum einmaligen Hören motivieren. Mehr geht da nicht, Gott bewahre!
Das Ganze riecht nach technischer Selbstbefriedigung und Nacheifer. Ich mein' das keineswegs nur abschätzig und will auch nichts ins Lächerliche ziehen! Obschon die Songs in wirklich spannender Manier allesamt Frauennamen erhalten haben; das Ding ist insgesamt soooo harmlos; viel mehr introvertiert, wie ein Igel ohne Stacheln etwa.
"Brigitt", das muss 'ne Tolle sein, denn die wird eine Zeit lang in ganz anmutiger Harmonie zelebriert, ja gehuldigt (so cirka ab 1:30).
Tja "Charlotte" – nicht zu verwechseln mit "Charlotte Sometimes" von The Cure, jedoch eher gelagert bei einer Band, die The Cure verehren, nämlich den Deftones. Naja, diese ändert ihre Meinung wie die Fahne im Wind: Zuerst Cino und Co. dann frohlockt und jubiliert das kleine Jägerlein in traditioneller Düdeldidü-Weise...
Was soll ich zu "Gabriela" sagen? Sie hat wohl durchwegs ihre zugänglichen Seiten, was nicht bedeutet, dass da ein Jeder zukommt. Denn Sie scheint im Wesen eher kompliziert und fahrig. Nach "Brigitt" wohl aber eine der Hübscheren.
An "Fabienne" ist definitiv etwas irgendwie hässlich. Sorry, aber die quietscht und das ziemlich nervig altbacken!
"Eveline" scheint das Metal-Rendez-Vous in Person zu verkörpern. Leider grässlich unpünktlich und fahrig.
"Anna" ist so eine, die einen versuchen lässt. Sie zeigt vor allem die kalte Schulter, gibt sich distanziert und betonnt rechthaberisch, das macht Buben halt nervös.
Zum Namen meiner Mutter – "Doris" – sag' ich lieber grad' gar nix.
Wenn ich die richtigen Schlüsse ziehe, dann müssen es – ich zitiere an dieser Stelle – "die bockstössigen Himbeerbuben" von heute wohl eher schwer mit dem weiblichen Geschlecht haben. Oder hab' ich da etwas falsch verstanden/gehört?
Seit Dezember 2006 bei Amarant erhältlich.
Ausgehtipps: "Brigitt" und sollte die andersweitig verabredet sein, dann "Gabriela". Von den anderen Mädchen, liebe Jungs, haltet euch fern, resp. beisst euch an Anna nicht die Zähne aus...
Trackliste: 1) Brigitt; 2) Charlotte; 3) Gabriela; 4) Fabienne; 5) Evelyne; 6) Intro; 7) Anna; 8) Doris
similar artists: Metallica, Deftones, King Crimson, Dream Theater
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Bio:
Amarant existieren seit Sommer 2005 und wurden durch Jonathan Banz (Axt 1), Samuel Schmassmann (Holter Di Polter) und Morris Thomkins (Axt 2) ins Leben gerufen. Sie verstehen sich als Seelenverwandte und mit nur einem Ziel: Das Ausleben ihres eigenen Verständnisses von Musik!
Der Amarant Musik-Mix – sozusagen das kleinste gemeinsame Vielfache (KGV) – ensteht durch die Einflüsse und Vorlieben, die jedes einzelne Bandmitglied einbringen kann.
Da es offenbar unmöglich zu sein scheint, einen passenden Bassisten oder Sänger zu finden, halten die Drei ihre Songs zurzeit instrumental, was gelegentliche Gastsänger/Innen-Appearances nicht ausschliessen muss.
Seit Dezember ist nun ihr erstes Demo erhältlich und die Suche nach einem Label hat begonnen.