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Colafluid – Southern Death Swing (2005)

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von Ivana Leiseder am Montag, 31. Oktober 2005 in Schweizerisches   
Genre: Rock’n’Roll
Label: Loco-Motive Productions
CH-Vertrieb: Musikvertrieb
Unsere Wertung: Colafluid – Southern Death Swing (2005)

Volle Kanne

Colafluid – Southern Death Swing (2005) Colafluid geben auf ihrem Zweitling ihren eigenen Stil mit dem teuflisch guten Namen Southern Death Swing zum Besten und antworten auf Chris von Rohrs Bitte mit: meh Dräck!

Ladies and Gentlemen aufgepasst: Endlich darf auch in der gemässigten Schweiz richtig gerockt werden – und wie! Die Thuner Band Colafluid um Frontmann Gage legt mit ihrem Zweitling ein explosives, selbst kreiertes Gemisch aus Punk, Garage, Rock’n’Roll, Blues und Psychedelic vor – mit dem Ziel, „die härteste Swing-Band aller Zeiten zu werden.“ Quasi live aufgenommen, beinhaltet das Album 12 knallharte, durch Mark und Bein gehende Southern Death Swing-Knüller – plus 3 jammige, kurze „Barfight SiNphonies“ mit spassigen Prügeleffekten -, die allen voran aufgrund ihrer rotznäsigen Direktheit, Gages charismatischen Stimme und dem druckvollen, perfekt harmonierenden Zusammenspiel des Quartetts überzeugen. Kompromisse gibt’s hier nicht; es wird gesungen, resp. geschrien, gedrummt, gerifft und gebässlet, was das Zeug hält – und das auf internationalem Standard. Hier sind Meister ihres Faches am Werk, die ihre Musik nicht nur spielen, sondern – oder vor allem - leben. (Aufgrund dieses Umstandes stört für einmal auch die hörbare Rockstar-Attitüde, resp. Arroganz – gesungen wird u.a. selbstgenügsam über Ladies, Konflikten mit anderen Kerlen etc. – nicht wirklich.) Nebst vorantreibenden, rock’n’rolligen Feuerwerken wie z.B. „Idiot“ (zu hören auf dem Soundtrack zu Samirs Film „Snow White“) oder „Devil’s Bell“ finden sich auf der Scheibe auch ruhigere, balladeskere Stücke wie z.B. „Mindsailor“ oder „All Alone“ wieder. Jedermann/-frau kommt also reichlich auf seine/ihre Kosten. Selbst die Rezensentin, die de facto kein Fan von testosterongeimpfter Harte-Kerle-Mucke ist, wippt kräftig mit dem Fuss und freut sich über dieses CH-Qualitätsprodukt. Yeah, Mann!
Als einziger Kritikpunkt könnte angemerkt werden, dass die Anzahl an Songs etwas zu grosszügig ausgefallen ist und das eine oder andere Schlusslicht des Silberlings aufgrund einer gewissen Ähnlichkeit und Repetition nicht ganz zu überzeugen vermag wie die kraftvollen Opener. Diese Tatsache kann aufgrund oben genannter Pluspunkte und spätestens bei der Sichtung der coolsten je gelesenen Danksagung („Special thanks to Kantonspolizei Thun for bed & breakfast“) jedoch gutmütig ignoriert werden.
Fazit: Zweifelsohne eine verdammt solide, überzeugende Platte, deren Kauf sich allemal lohnt. Respect!


Seit 5. September 2005 im Handel.

Anspieltipps: The Devil’s Bell; Star; Mindsailor
Trackliste: 1) The Barfight SiNphony I / 22.14 ; 2) Idiot; 3) The Devil’s Bell; 4) The Monkey On My Shoulder; 5) Star; 6) The Barfight SiNphony II / 01.52 ; 7) Warning; 8) Mindsailor; 9) Running In A Circle; 10) Spacehorse; 11) Get Your Pants Down; 12) The Barfight SiNphony III / 06.05; 13) Punkrock; 14) All Alone; 15) Leaving Town
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> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > CH-Vertrieb

Bio:
Colafluid (Gründungsjahr: 2000) sind Gage (Vocals, Guitar), Fraze (Lead Guitar, Backing Vocals), Rychë (Bass, Backing Vocals) und Panic (Drums) aus Thun. Die Band hat bereits ein Album und eine EP veröffentlicht. Mit „Southern Death Swing“ folgt nun der mit Spannung erwartete Zweitling, der nach eigenen Angaben Dean Martin, dem König aller Swinger, gewidmet ist. Colafluid befinden sich momentan auf einer grossen Swingerclub-Tour, deren Daten der offiziellen Webseite entnommen werden können.  

Colafluid – Southern Death Swing (2005)
Diskographie:
> One (2002)
> Don’t Believe The Hype (EP) (2004)
> Southern Death Swing (2005)



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