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Dembahl - Whole (2005)

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von Tobias Imbach am Freitag, 11. November 2005 in Schweizerisches   
Genre: Elektropop
Label: n/a
CH-Vertrieb: Phontastic
Unsere Wertung: Dembahl - Whole (2005)

Wird wohl nichts
Dembahl - Whole (2005) Mit aussergewöhnlichen elektronischen Klängen - nicht track-, sondern songorientierter Art – macht das Schweizer Projekt Dembahl auf sich aufmerksam.

Dembahl stehen für die Fusion von klassischem Songwriting und modernen als auch schön altmodischen Elementen aus der elektronischen Musik, im Zentrum stehen dabei Einflüsse aus den späten Achtziger- und frühen Neunziger-Jahren. Was sich vielleicht ganz interessant anhört, vermag in der Praxis allerdings nur bedingt zu überzeugen. Kann das instrumentale Intro “Mechanical Moonforce“ mit seinem technoiden Bass, coolem Breakbeat und bedrohlich-atmosphärischen Keyboard- und Effektklängen den Hörer erst fast noch wirklich packen, wird man beim kurz darauf folgenden “Becoming Sane“ von was ganz anderem gepackt: Nacktes Grauen macht sich breit, spätestens wenn Vokalistin Romy mit ihrer oft ziemlich kühlen, streng und angestrengt wirkenden Stimme erst irgendwas à la “NaNah naNah Uh Uuuh …“ singt und später mit ziemlich dämlichen Zeilen über einem hoffnungslos überladenen Elektropop-Instrumental erschrickt. Ähnlich albern geht’s mit “Sweet Sweet Switzerland“ weiter. Aber zumindest ist’s nun in musikalischer Hinsicht wieder einigermassen erträglich, erinnert dieser treibende Housetrack doch frappierend an die jüngeren Goldfrapp – leider ohne in nur einer Sekunde deren kompositorische Klasse zu erreichen. Und auch wenn sich in einzelnen Momenten manchmal halbwegs schöne Melodien zu erkennen geben, muss damit gerechnet werden, dass die wohlige Stimmung bald gestört wird – durch Parts, die schrecklich nerven oder ob all der Banalität nur noch einschläfernd wirken.
Zu Gute halten muss man Dembahl freilich, dass “Whole“ auffallend vielfältig geriet; das Spektrum reicht von Trip Hop mit Elektro-Anleihen über Drum’n’Bass-Pop wie jener Kosheens bis zu pumpendem House. Wenn der Titelsong  plötzlich etwas sommerlichen Groove versprüht, stellt sich doch auch wieder etwas Freude an der ganzen Sache ein – da kann auch getrost über die geschmackslose Instrumentierung hinweg gesehen werden. Und wenn Romy nicht mehr mit kühler und distanzierter, sondern mit schön samtiger Stimme singt und dazu im erstklassigen “Get By“ sowieso fast alles stimmt,  sind auch Totalausfälle wie “Sky Is Wide“ fast vergessen. Aber nur fast, im Grossen und Ganzen bleibt “Whole“ leider nicht wirklich empfehlenswert.


Seit 15. September 2005 auf ihrer Homepage erhältlich.

Anspieltipps: There’s no tomorrow (they say), Get By, Whole
Trackliste: 1) Mechanical Moonforce; 2) Becoming Sane; 3) Sweet sweet Switzerland; 4) There’s no tomorrow (they say); 5) Get by; 6) The road we’re on; 7) Grateful moment; 8) If I can; 9) Sky is wide; 10) A certain feeling; 11) You are mine; 12) Resignation; 13) Whole
similar artists: Kosheen, Sonique, manchmal Madonna

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > CH-Vertrieb

Bio:
Dembahl wurden 1998 von Mike (Synthies) und ASF (Produzent) gegründet. Nachdem sie in jenem Jahr ihre erste EP veröffentlicht hatten, traten im folgenden Jahr Romy (Gesang) und Riz1 (Gitarre, Keyboards) der Band bei. Drei Jahre nach der Veröffentlichung einer zweiten EP folgt 2002 mit “Peaceconference“ ihr erster Longplayer. Bald darauf begab sich das Quartett wieder ins Studio, um neues Material zu produzieren. In der Zwischenzeit durch den Drummer Pablo verstärkt, veröffentlichen Dembahl im September dieses Jahres ihr zweites Album.

Dembahl - Whole (2005)
Diskographie:

> Peaceconference (2002)
> Whole (2005)



» 3 Kommentare
1"Gute Rezension!"
am Donnerstag, 2. Oktober 2008 09:44von Toni
Ah endlich mal jemand, der so empfindet wie ich. Nervige Parts und dilletantisches "Wir machen Kunst-Musik"-Rumgetröte der Bänd ging mir schon länger auf den Sack. Der Sound ist einfach elektronischer Wohl-Fühl-Wave, manchmal recht nah beim SchwulenWave von damals, à la FELIX & Co. Manchmal echt nervige Raeggae-Dub-Imitationen mit billigen Synthiklängen. Grässlich.
2"Armer Toni"
am Dienstag, 11. November 2008 01:17von Peter
Armer Toni. Auch wenn er in Wirklichkeit anders heisst. Dembahl wünscht trotzdem gute Besserung :D 1
3"Danke"
am Freitag, 27. März 2009 10:46von Urs
Danke Peter. Geht mir wieder besser. 
 
Nun ja. Mein richtiger Name steht jetzt da. Mach Dir aber mal keine Sorgen. Mein Kommentar hat kaum mehr als Null Einfluss auf irgendwer\\\'s zukünftige Karriere (auch nicht meine puaha), und kratzt auch sonst kaum jemanden. Arroganz und ÜberGott-Auftreten sind da schon eher Gründe. Ich hätt mich kaum für einen gemeinsamen Gig überwinden können. Wir haben halt gemeinsame Bekannte. Ich hab nicht nur für mich gesprochen (und auch sonst noch nie eine Bänd angefickt wie hier, will was heissen...). In dem Sinne: Wie man in den Wald ruft, tönts zurück. Wer sogar an Gigs lauthals und unüberhörbar über die Leistungen der Musiker herziehen muss und dabei selbst nicht mal eine anständige PLAYBACK-Show präsentieren kann, sollte vielleicht stattdessen... lieber die Fresse halten. Aber an arroganter Musiker-Haltung mangelt\\\'s in ZH definitiv nicht. Siehe Motordykes, zum Beispiel.
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