Dew - Moments to dwell |
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| von Tobias Imbach am Montag, 16. Oktober 2006 in Schweizerisches | |
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Genre: Singer/Songwriter, Folk-Rock, Pop Label: n/a CH-Vertrieb: Eigenvertrieb Unsere Wertung: ![]() Stimmwunder auf ÜberholspurIm Februar dieses Jahres machte sich Dew in Begleitung ihres Produzenten Pascal Perrot und vielen Ideen im Hinterkopf nach Amerika auf, um die Songs für “Moments to dwell“ aufzunehmen. Zusammen mit Perrot, dem Produzenten Larry Crane (Elliott Smith, Cat Power) und der Unterstützung von Mitmusikern wie Rachel Blumberg (The Decemberists) wurden elf Songs aufgenommen. Hochkarätige Namen also und demnach kein Wunder, dass sich das Endprodukt hören lässt und so mancher Titel wirklich wunderschön geriet: So gilt es, das mit prächtiger Melodie, pochender Percussion und schönem mehrstimmigem Gesang veredelte “Black“ hervorzuheben. Ebenfalls die in der Tat hinreissend schöne Melodie und der Gesang sind es, die dem Hörer beim etwas flotteren “Letter“ die meisten Glücksgefühle bescheren. Von solchen kleinen goldenen Kunststücken kann man in den ersten Tagen gar nicht genug kriegen. Alles kann auf “Moments to dwell“ allerdings nicht gleichermassen überzeugen: Das düstere “Amber“ verspricht mit toller Melodie, bedrohlicher Synthesizeruntermalung und zurückhaltendem Gitarrenspiel viel, kriegt die Kurve zwischen Theatralik und Glaubwürdigkeit schlussendlich aber nicht so ganz – der ansonsten so feine Gesang wirkt hier leider etwas zu aufgesetzt. Das trifft auch etwas auf den melancholischen Folkrock-Titel “Chalize“ zu – in musikalischer Hinsicht erstklassig, der kraftvolle und emotionale Gesang wirkt aber in den ersten ruhigen Momenten ziemlich befremdlich. Zudem fragt man sich beim langatmigen “Is this all there is“ wirklich, ob das denn schon alles sei, das gleiche gilt auch für “Never time“, dessen repetitives Gitarrenspiel nicht wirklich den wohl gewünschten Sog entwickeln kann, sondern schlicht langweilt. Da bleibt nichts hängen, alles ist beim Ausklingen des letzten Akkords schon wieder vergessen. Schönerweise verschafft dann das abschliessende “Nothing ever lasts“ doch noch einen der erhofften Momente der Glückseligkeit und lässt die zwei vorangegangen mässigen Titel noch mehr in Vergessenheit geraten. Die Stücke sind allesamt relativ kurz geraten, was aber auch absolut klar geht … dass sich die Anzahl der Songs auf “Moments to dwell“ nur gerade auf zwölf und damit knappe 35 Minuten Spielzeit beläuft, ist hingegen ein weiteres kleines Manko. Grundsätzlich aber überwiegen die positiven Aspekte und anhören sollte man sich “Moments to dwell“ nur schon deswegen, weil Dew hier eindrücklich beweist, dass sie definitiv zu einer der besten Sängerinnen aus unserem Land gezählt werden darf und zumindest im nationalen Vergleich Teile der Konkurrenz locker in die Tasche stecken kann. Beim nächsten Album kommt dann vielleicht der Rest. Seit 16. Oktober 2006 auf cede.ch oder cdbaby.com erhältlich Anspieltipps: In a day or in a week; Black; Letter Trackliste: 1) In a day or in a week; 2) Current of air; 3) Words; 4) Black; 5) I try; 6) Letter; 7) Amber; 8) Chalize; 9) Is this all there is; 10) Never time; 11) Nothing ever lasts Similar artists: Heather Nova, KT Tunstall > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite Bio: Vor gut fünf Jahren, als Kenner der Schweizer Folk- und Singer/Songwriter-Szene zum ersten mal von “Dew“ hören konnten, waren jene noch ein Frauen-Duo, die gerade ihren ersten Tonträger “Near yet far away“ in limitierter Auflage durch Eigenvertrieb einem grösseren Publikum vorstellten. Ein Jahr darauf folgte mit “Closer“ die zweite inoffizielle Scheibe, 2004 aber blieb vom Duo nur die Baslerin Nicole übrig und die machte fortan als Solo-Künstlerin “Dew“ weiter. Neben einigen Auftritten vor Publikum folgten kleinere und grössere Erfolge an nationalen Wettbewerben, besonders bemerkenswert ist der Sieg am baslerischen “RegioSoundCredits“, bei welchem sie ihr erstes Solo-Werk in einer Vorproduktion vorstellte. Die Songs, die sie zusammen mit der Unterstützung vom Basler Produzenten Pascal Perrot aufnahm, stiessen auf grosses Wohlwollen und durch diesen Erfolg angespornt entschloss sich Nicole dazu, ihre schon länger gepflegten Kontakte mit amerikanischen Musikern der Folk-Szene zu nutzten. In den Jackpot Recordings Studios in Portland, Oregon, entstanden die Songs, die wir jetzt auf “Moments to dwell“ hören können, in Zusammenarbeit mit dem renommierten US-Produzenten Larry Crane und Pascal Perrot. Diskographie: > Near yet far away (2001) > Closer (2002) > Moments to dwell (2006)
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