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Domenico Ferrari - Supertaste

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von Tobias Imbach am Mittwoch, 12. April 2006 in Schweizerisches   
Genre: Elektronik, Pop
Label: Verve Forecast
CH-Vertrieb: Universal Music
Unsere Wertung:Domenico Ferrari - Supertaste

Feinschmeckendes
Domenico Ferrari - SupertasteFeinschmeckendes aus der Schweiz - Domenico Ferrari vermischt Clubsounds mit Rock und klassischem Songwriter-Pop und das oft genug in meisterlicher Manier, um definitiv eine Empfehlung wert zu sein.

Supertoll - leider eins meiner Lieblingsworte in den letzten Tagen und nicht ganz unschuldig daran ist das hier besprochene Album ... Und um es gleich vorweg zu nehmen: Das liegt nicht nur am Namen des Albums, sondern auch an der Qualität des Gebotenen. So eröffnet schon mit "Manifesto" ein richtiger Elektro-Hit das bunte Programm: In den ersten mitreissend atmosphärischen Glücksminuten verliert sich der Track zwar manchmal einige Sekunden zu lang in der Belanglosigkeit, startet dann aber als rockende House-Nummer definitiv durch. Ebenfalls recht housig, aber weit sanfter als der ruppige Opener ist "Jardin des planètes" geraten. Valeska Steiners wunderbarer Gesang verschwimmt mit Ferraris Instrumentalen zu reiner Wohligkeit und Verträumtheit - da hat man sich garantiert nach wenigen Sekunden schon völlig hingegeben (im clubbigeren Raw-Deal Remix übrigens genauso gut!)
Eine andere Seite von sich offenbaren Ferrari und seine Mannschaft in Titeln wie "White Stone" oder "Creamery", in denen die elektronischen Elemente eher in den Hintergrund treten und klassischem Songwriter-Pop den Weg ebnen. Elektrolastigeres wie das verruchte "Electricity" hält der Rezensent zwar für etwas reizvoller als die poppigen Songs - zu simpel sind letztere in der Struktur und bei weitem nicht so ausgereift, aber trotzdem bereiten sie Freude, so bringen sie "Supertaste" eine willkommene Abwechslung. Der liebliche Gesang der Sängerinnen entfaltet auch über Gitarrenakkorden und organischem Drumspiel seine Wirkung. Für Freude sorgt hier nebenbei auch das Cover und das Booklet: Leicht dämlich, aber vor allem auch so humorvoll, dass ich "Supertaste" in meiner obligatorischen Jahres-Bestenliste in der Kategorie "Covers/Booklets" des noch jungen Musikjahres wohl wieder antreffen werde. Von den zwischen Scharf- und Unsinn schwebenden Lyrics darf man halten, was man möchte - grosse Kunst ist wohl was anderes. Grosse Kunst ist auf "Supertaste" schönerweise nicht selten das, was sowieso weit wichtiger ist als intelligente Zeilen - die Musik.


Seit 3. März 2006 im Handel.

Anspieltipps:
Manifesto, Jardin des planètes
Trackliste: 1) Manifesto; 2) White Stone; 3) Jardin des planètes; 4) Revolution; 5) Electricity; 6) Jamie's Song; 7) The State; 8) Phobia Panopticon; 9) Creamery; 10) Jardin des planètes (Raw Deal Remix)
similar artists: Luomo, Plankton Lounge

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Als Sohn italienischer Einwanderer wächst Domenico Ferrari in der grössten Stadt der Schweiz auf. Nach Abschluss der Schule beginnt Ferrari 1990 mit dem Studium an der Jazzschule in Luzern und beginnt in dieser Zeit auch als Berufsmusiker in verschiedenen Bands, Komponist und Produzent tätig zu sein.1995 veröffentlichte er als Menico Ferrari sein erstes Album. Ab 1996, das Jazz-Diplom in der Tasche, steuerte Domenico Ferrari neben anderem auch die musikalische Untermalung zu (Werbe-)Filmen bei. In dieser Zeit entfernte sich Ferrari auch immer mehr von seinen Wurzeln, sprich dem Jazz, und widmete sich künftig des öfteren elektronischen Klängen. Bei der Musik auf seinem dritten Album "3" war dann auch auch nicht mehr viel vom Jazz übrig geblieben, viel mehr kriegte man einen feinen Mix aus Clubsounds und Pop zu hören. In diesem Jahr veröffentlicht Ferrari in Zusammenarbeit mit Mitmusikern (unter anderem Roli Mosimann in der Produzentenrolle, Valeska Steiner und Brandy Butler liefern die Vocals) sein bislang fünftes Album.

Diskographie:
> About Roses And Thorns (Menico Ferrari) (1995)
> Error Log (Plankton Lounge) (1997)
> 3 (2000)
> Commute (2002)
> The Kick (Domenico Ferrari vs. Luomo) (2004)
> Supertaste (2006)


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