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Frantic - Change

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von Michael Zuckschwerdt am Mittwoch, 14. Februar 2007 in Schweizerisches   
Genre: Indie-Pop
Label: Greenhorn Records
CH-Vertrieb: Greenhorn Records
Unsere Wertung:Frantic - Change

Weniger Green, mehr Horn
ChangeFrantic haben ein gutes Gespür für eingängige Melodien und schlüssiges Songwriting – so ist „Change“ eine runde Sache geworden, bei der manch einer sich dann vielleicht doch nach etwas mehr Ecken und Kanten sehnt.

„Change“ heisst das neue Album der Wiler Band Frantic. Darauf gibt es elf Indie-Pop-Songs mit einem Schuss Folk und leichtem Hang zu melancholischem Ambiente – nichts Aussergewöhnliches, möchte man meinen, aber bereits nach dem ersten Durchlauf wird klar, dass so einige der Songs sehr viel einfacher den Weg ins Ohr rein finden als wieder raus, beispielsweise der leichtfüssige Opener „Still Don’t Know“ oder das treibende Titelstück. Die Lieder sind alle recht schlüssig arrangiert und die saubere Produktion lässt Feinheiten wie die gelungenen mehrstimmigen Gesangspassagen und die Handclaps in „Mr. Genius“ gut zur Geltung kommen. Mit einem guten Gespür für Melodien schaffen es Frantic, Aufmerksamkeit zu wecken, tun dann aber meist etwas zu wenig, um richtige Begeisterung aufkommen zu lassen. Mir persönlich ist das ganze Album, sowohl bezüglich der Arrangements als auch produktionstechnisch, etwas zu streng, brav und sauber geworden. Ein gutes Beispiel dafür gibt der Song „Bitter Taste“ ab, dessen Instrumentalteil vielversprechend anfängt - besonders die zweite Gitarre, die rhythmisch und harmonisch Akzente setzt, gefällt mir – dessen Wirkung sich aber leider jäh verflüchtigt. Die nachfolgende Steigerung erleidet ein ähnliches Schicksal – man möchte, dass da noch mehr kommt, etwas mehr gerockt wird – aber es will einfach nicht so recht. Mein persönlicher Favorit ist „On Your Own“, das leichte Wave-Anleihen aufweist, schön treibend losgeht und eindringlich von Michael Sarbach gesungen ist. Auch hier vermisse ich ein bisschen den letzten Kick und der Schluss kommt völlig überraschend. Ausdrücklich erwähnen möchte ich noch den Schlusssong „Fall Asleep“ – bei dem die Band sämtliche Register zieht und mit Chorgesang, feinen Instrumentalpassagen und gelungenem Songwriting die Platte ausklingen lässt. Die Ostschweizer Formation liefert mit „Change“ ein gelungenes Werk ab, für das ich 3 Sterne springen lasse und hoffe, dass die Band das nächste Mal noch etwas mehr „frantic“ zur Sache geht – es würde ihnen gut stehen.


Seit  9. Februar 2007 im Handel.

Anspieltipps:
Change; On Your Own; Fall Asleep
Trackliste: 1)Still Don’t Know; 2) Somehow; 3) My Love; 4) Change; 5)Getting Old; 6) Mr. Genius; 7) Bitter Taste; 8)On Your Own; 9) She; 10)Good Bye Conscience; 11) Fall Asleep
similar artists: Saybia, REM, Turin Brakes, Travis

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > MySpace > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Im Jahre 1998 beginnt die Geschichte von Frantic wie viele andere mit ersten Jamsessions und dem Nachspielen von Songs, die sie mögen. Über die Jahre haben sich Eva Häne (Bass), Nic Häne (Drums & Percussion), Michael Sarbach (Gesang, Gitarre), Christoph Inhelder (Piano) und Michael Gysel (Gitarren, Gesang) zu einer handfesten Indie-Pop-Formation gemausert. Neben einigen Besetzungswechseln und drei Alben, die mittlerweile alle vergriffen sind, hat die Band mit über siebzig Konzerten in der ganzen Deutschschweiz viel Erfahrung gesammelt und für diverse auch international bekannte Bands (The Servant, Amadine, Brand New Rhythm…) im Vorprogramm gespielt. Dazu kommen diverse Medienauftritte und auch einen Kulturpreis hat der sympathische Fünfer aus Wil eingeheimst. Mit „Change“ erscheint nun im Februar 2007 das erste Album beim Schweizerischen Label Greenhorn Records.

Frantic
Diskographie:
> Up To Now (2001)
> Life In A Mirror(2002)
> Where Have All The Flowers Gone (2004)
> Change (2007)


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