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Eno









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[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
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Fugo – Aie

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von Philipp Gautschi am Mittwoch, 1. Februar 2006 in Schweizerisches   
Genre: Postrock
Label: Engineer Records
CH-Vertrieb: Flight 13
Unsere Wertung:Fugo – Aie


Ol’dirty Aargau
Fugo – Aie Der Durchchnittsschweizer hegt und pflegt ja nicht selten das eine oder andere Vorurteil über den wunderschönen Kanton Aargau. Dass in landschaftlicher Einöde schlecht Auto gefahren wird in potthässlichen, tiefergelegten Bummbumm-Kisten ist auch nicht abzustreiten. Gräbt man jedoch etwas tiefer und übersieht absichtlich das offensichtlich Traurige, findet man allerfeinste melancholische Rockmusik, die den sonst so stolzen Rockkantonen Luzern und Waadt schamlos den Stinkefinger zeigen darf.

Ich entschuldige mich gleich höflich bei der Band, dass sie so lange auf diesen Text warten musste, die Platte läuft zwar schon seit Monaten regelmässig in meinem Plattenabspielgerät und macht mir jedes mal schampar Freude, ich hab’s jedoch bis jetzt nicht fertig gebracht das gehörte in entsprechend würdigen Worten zu Papier zu bringen. Dann hier mal ein Würdigungsversuch. Zur Gesamterscheinung: Das Album ist äusserst vielseitig, erinnert je nach Stück an Grössen wie Porcupine Tree, Tool, Muse, Incubus, Placebo oder Metallica und lässt sich mangels Schwächen oder Fehltritten problemlos mehrmals hintereinander in voller Länge konsumieren (ausserdem ist das Booklet superschön gestaltet). Zum spielerischen: Da schlägt das Alternativrockerherz deutlich höher: Sehr korrekt, kreativ, intelligent und anspruchsvoll gespielt, produziert und konstruiert. Was will man mehr als die hier gehörten, volle 62 Minuten dauernden, spannenden Spannungsbögen, unerwarteten Tempowechsel, ausbordenden Soli sowie hochinteressanten Wechselspielen zwischen gemütlich ruhigen Melodien und beinahe hardrockigen Schrammelpassagen. Der leidende, endzeitliche Unterton in Roman Donzés Stimme – kombiniert mit dem ausgefeilten, abwechslungs- sowie ideenreichen Instrumentenspiel – ergeben eine für die Schweizer Rockszene ungewohnte, jedoch sehr gelungene Komposition. Die Stücke sind im Ohr eines Laien wahrscheinlich etwas eigenartig, vielleicht schwierig, jedenfalls ungewohnt, doch genau diese Eigenart sowie der hohe Anspruch macht die CD zum Must-have. Mehrmaliges, ja x-faches Hinhören ist nötig, um die teilweise versteckten, brillanten Melodien zu entdecken, die sich aufbauenden, durchkonstruierten Stücke nachzuvollziehen, die spannenden zweistimmigen Passagen herauszuhören, die Finessen des Gitarrenspiels zu verstehen sowie die stossenden, vor Energie strotzenden gesangslosen Brücken kopfnickend zu geniessen. Zum Schluss: Top Album; funkelnder Stern über dem Aargau, Bummbummautofahrer können erst recht einpacken, müssen sich gut verstecken oder ihre Anlagen endgültig leiser drehen; unbestritten etwas vom, wenn nicht das Beste was der Alternativrock aus heimischen Gefilden zu bieten hat. Grosser Geheimtipp mit noch grösserem Zukunftspotential. Danke.


Seit 25. Mai 2005 im Handel

Anspieltipps: Das Album ist als Gesamtwerk ein einziger Anspieltipp.
Trackliste:
Intro, W.), R.), N.), V.), U.), O.), P.), L.), B.), J.), S.), Q.), T.)
Similar artists: Porcupine Tree, Muse, Placebo, Tool, Incubus, Metallica

> Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > Label > CH-Vertrieb

Bio:

Fugo entstanden im Dezember 2000, als Gitarrist und Exitmusic-Schreiberling Michael Rothen den Schlagzeuger Stefan Hell in Aarau traf. Nach den selbstproduzierten Demoversionen A.) bis F.) 2001 suchten die beiden einen Bassisten der ihrem Stil und Können getreu war und wurden in Roman Donzé fündig. Die Stücke G.) bis O.) entstanden 2003, P.) bis T.) 2004. 2004 begann dann die Zusammenarbeit mit dem in Alternativrockkreisen wohlbekannten Label EngineerRecords UK/USA. Dank finanzieller Unterstützung vom Kuratorium des Kantons Aargau sowie dem Kulturdepartement der Stadt Aarau konnte Aie Anfangs 2005 bei somarecords.ch aufgenommen und in den USA bei Reto Peter abgemischt werden. Seit August 2005 sind Fugo zu viert zu dritt. Christian Kyburz ersetzt den aktuell abwesenden Stefan Hell an den Drums.

Fugo
Diskografie:
> Aie (2005)



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