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Eno









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Ivo Münger

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Honey For Petzi - Man's Rage For Black Ham (2005) (Gentlemen/Namskeio)

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von Andreas Scheuber am Mittwoch, 1. Juni 2005 in Schweizerisches   
Honig-Melonen-Schinken

Honey For Petzi - Man's Rage For Black Ham (2005) (Gentlemen/Namskeio) Endlich wieder einmal ein einheimisches Produkt, das mehr Potential zeigt als "Aus der Region - für die Region", wäre nur der Name nicht so putzig. Na ja, kann ja die Musik nichts dafür, dass ihre Band Honey For Petzi heisst, und deshalb steigt der Bär lieber in eiskaltes Wasser und fängt leckeren Lachs.

Es liegt auf der Hand, dass die aus Lausanne stammenden Bären oft mit den übermächtigen Favez in Beziehung gebracht oder gar verglichen werden. Solchiges wird der hier Rezensierende aber mit Bestimmtheit nicht verzapfen - erstens soll man Kirschen nicht mit Zitronen vergleichen, zweitens ist Honig sowieso süsser!
"Man's Rage For Black Ham" heisst die Klangkiste - soso. Na dann, schneiden wir den schwarzen Schinken in Stücke und betrachten ihn mal etwas genauer. Der Anschnitt schmeckt verdächtig nach Diebstahl, Ähnliches lässt sich beispielsweise bei The Strivers kaufen. Es ist aber nur der allererste Bissen, der etwas misstrauisch stimmen lässt, denn sobald die erste Fettschicht entfernt worden ist, tanzt das gute Stück auf der Zunge. Ein prägnanter Bass, der mehr schwirrt als brummt, macht Lust auf mehr. Bei "La Chien-Lune" bereitet einem nur die Tatsache Kummer, der Schinken könnte einem wieder weggenommen werden. Die hypnotisierenden Basskapriolen lassen die Aufmerksamkeit auf andere Dinge lenken, der Trip setzt sich über die nächsten Stücke fort. Den Typen am Bass möchte man am liebsten gleich mitessen, seine Linien und rhythmischen Bewegungen sind zu verlockend. Die gewöhnlicherweise geschmackbestimmende Gitarre ist das prickelnde Fett auf der Zunge, die Drums bilden die alles zusammenhaltende Schwarte - ein sehr schmackhaftes Stück Fleisch!
Die Honiglecker verzichten bis auf ganz wenige Stellen vollkommen auf vokales Gebrabbel. Die instrumentalen Umsetzungen erhalten dadurch ungeteilte Aufmerksamkeit und es ist immer wieder faszinierend, welche klangliche Vielfalt mit gerade mal drei verschiedenen Tonmaschinen erreicht werden kann. Einmal mehr muss der Rezensierende an dieser Stelle für gesangfreie Musik plädieren: Gute Musik zeichnet sich dadurch aus, ihre Botschaft ohne Texte in die Welt schreien zu können! Honey For Petzi verfolgen diesen Weg konsequent und erhalten vom Schreibenden ein klares Daumen-Hoch - auch wenn hierbei vielleicht ein kleiner National-Bonus nicht unschuldig sein mag, aber wirklich nur ein klitzekleiner!


Seit 4. Mai 2005 im Handel.

Anspieltipps: Force De Frappe, Freak Itten, Silver Banana, Robot After All
similar artists: Explosions In The Sky, Mogwai

> Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb

Bio:
Honey For Petzi stammen aus der Schweiz, genauer aus Lausanne. Die drei Herren Sami Benhadj (Gitarre), Philippe Oberson (Bass) und Christian Pahud (Drums) haben sich 1997 als Indierock-Band zusammengetan. Ihre neuste Errungenschaft "Man's Rage For Black Ham" zeichnet sich durch kraftvollen Instrumental-Rock aus, der für Schweizer Verhältnisse unerwartet eigenständig und konsequent ist.

Honey For Petzi - Man's Rage For Black Ham (2005) (Gentlemen/Namskeio)
Diskographie:
> Heal All Monsters (2001)
> Nicholson (2003)
> Man's Rage For Black Ham (2005)


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