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Portobello - Face The Music (2004) (11PM Records/Helvetic Production)

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von Philipp Gautschi am Freitag, 1. April 2005 in Schweizerisches   
Melodiöser Indie-Pop aus der schönsten Stadt der Schweiz

Portobello - Face The Music (2004) (11PM Records/Helvetic Production)Aufruf an alle Bewunderer nicht allzu harter, trotzdem gitarrenlastiger, melancholischer Musik (d.h. Alternative Pop-Rock): Unterstützt den Heimmarkt, hört und geniesst Portobello aus Luzern...

Zufälle gibt's: Bereits zwei Mal durfte ich Portobello live erleben, leider ohne sie wirklich bewusst wahrzunehmen, da sie jeweils den leidigen Job der Vorband (von Nadasurf, bzw. Biggles) auszuführen hatten. Prompt sitze ich nun hier, befasse mich genauer mit ihrer CD, schreibe ein bisschen darüber und beginne mich langsam aber sicher an ihre Auftritte zu erinnern und muss nun sagen: die waren alles andere als schlecht! Es festigt sich die Meinung, dass diese Band den Platz des Hauptacts verdient hätte.
Die von Sänger und Gitarrist Markus Burri gesungene, gespielte (Gitarre), komponierte und produzierte Scheibe überzeugt durch ihre eingängigen Melodien, gemütlichen und trotzdem rauhen Gitarren und einem ganz eigenen Klangbild. Mich erinnern die meist ruhigen Stücke leicht an die welschen Kollegen von Magicrays oder die schwedischen Last Days Of April, während ich bei den nicht ganz so ruhigen bzw. rockigeren Tracks etwas von Nadasurf oder Placebo heraushöre. Das Album bietet eine gelungene Mischung aus atmosphärisch traurigen und (, v.a. wenn live gespielt,) gitarrenlastigen, rockenden Indie-Stücken. Die relativ einfache Begleitung und die leider etwas kraftlos tönende Stimme Burris können Placebo jedoch nicht das Wasser reichen, was man von einer jungen Luzerner Band, die sich in einem einigermassen unpopulären musikalischen Sektor bewegt, auch nicht auf Anhieb erwarten darf.
Die überwiegend ruhigen, melancholischen Lieder eignen sich bestens, um einen strengen Tag (Abend) ausklingen zu lassen oder einfach ein bisschen zu träumen. Die Musik ist nicht sehr anspruchsvoll, leicht verständlich und schockierende Überraschungen fehlen, was dem Gesamtbild jedoch nicht schadet; schliesslich hört man hier ein gemütliches Indiepop-Album und nicht Improvisationskunst a la Mars Volta.
Im Grossen und Ganzen ein gelungenes, abwechslungsreiches und vor allem gemütliches Werk aus unserer Lieblingsstadt.


Seit April 2004 im Handel.

Anspieltipps: She's Like The Night, From Sunset To Sunrise
similar artists: Magicrays, Last Days Of April, Nadasurf, Placebo

> Hören und Kaufen > Offizielle Seite

Bio:
Portobello (benannt nach der berühmten Portobello Road in London) wurde nach anderen Projekten (Sweet Mary Ann ('93-'97) und Starling ('98-'00) vom Sänger und Gitarristen Markus Burri und dem Kulturschaffenden Peter Bucher ins Leben gerufen. Inspiriert durch einen 10-monatigen Aufenthalt in Australien, schrieb Markus die Songs und dank der Zusammenarbeit mit Peter entstand die Band. Nachdem die Songs im Proberaum ausgearbeitet und mit Christian Bucher (Schlagzeug) und Roger Hürlimann (Bass) aufgenommen wurden, entstand das gelungene Erstlingswerk "Face The music".

Portobello - Face The Music (2004) (11PM Records/Helvetic Production)
Diskographie:
> Face The Music (2004)


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