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Playlist: Eno
Eno









Christian Mikolasek

- Gregor Samsa: 55:12
- Brian Straw: Song Veins
- Envy: Insomniac Dose
- Propaghandi: How to Clean Everything
- I not dance: So You Think You Can Stop Me...

Ivo Münger

- Botch: We Are the Romans
- Engine down: To Bury Within The Sound
- Radiohead: From the Basement
- Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will
- Mineral: The Power of Failing

[Playlist Archiv]
Zukunftsmusik
12.5.
The Cribs – The Belly of the Brazen Bull
Richard Hawley – Standing at the Sky’s Edge
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19.5.
Simian Mobile Disco – Unpatterns
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Best Coast – The Only Place
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Stimmhorn & Kold Electronics - Igloo (Make Up Your World/RecRec)

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von Rudolf J. Merkle am Freitag, 1. April 2005 in Schweizerisches   
Geschätztes Auditorium,

Stimmhorn & Kold Electronics - Igloo (Make Up Your World/RecRec) Stimmhorn klingen wieder. Endlich. Man freut sich darüber, dass auch die Ländlermusik bzw. Musik des Landes im Jahr 2005 angekommen ist. Hier sind Stimm- und Klangkönner am Werk, denen es gelingt, Kreativität in intelligente Popsongstrukturen zu integrieren, ohne den schreibenden Hörer zu langweilen. So geht das, liebe "Suchen-verzweifelt-helvetischen-Star"-Macher, das ist M-U-S-I-K, kein hilfloses Marketing-Geschwafel.

Christian Zehnder (Stimme, Obertongesang, Jodel, Orgelpfeifen etc) und Balthasar Streiff (Alphorn, Alpofon, Tuba etc) erarbeiten mit Tomek Kolczynski kold (Electronics, Percussion etc) ein bemerkenswertes Opus an elektronisch-archaischer Klangvielvalt, ohne die Alpen als kulturellen Ursprung je negieren zu wollen. Das ist sympathisch. Jeder Electro-Jodler gemahnt an die Alpen, Älpler-Gemeinschaft meets gewissermassen auf höchstem Niveau die elektronische urbane Avantgarde-Society. Ob es sich im anzuzeigenden Album um U-, E-Musik oder sonst etwas handelt, ist völlig unerheblich. Das Ding ist einfach interessant. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass man einem feinen Album moderner Ethnomusik lauscht - nicht ohne Grund wurde Stimmhorn 1998 mit dem renommierten europäischen Ethnomusikpreis "Eiserner Eversteiner" ausgezeichnet.
Die Songs sind sphärisch und geerdet zugleich. Hier wird nicht Tanz-Musik produziert, sondern Hör-Vergnügen. Der Vorwurf, "igloo" sei gar intellektualisiert, mag im Kern zutreffen, bleibt letztlich jedoch lässlich. Natürlich wird dieses Album kaum den Weg in die Charts finden, aber darum war es den Produzenten kaum getan.
Das Album entstammt Material, das für "Faust II" am Theater Basel entwickelt wurde. Vielleicht liegt es daran, dass man in der Musik teils etwas Theatralisches zu erkennen vermeint ("sancho")? Keine Angst, allzu ernst nehmen sich die Musizierenden nicht. Vielmehr belieben sie - war da nicht einmal Dada? -, mit Wort- bzw. Lautwitz in einer gehörig' Portion Selbstironie zu schwelgen ("libido", "orcus"). Erfreulich ist, dass die Tontüftler sich Zeit nehmen, die Songs zu entwickeln. Kein Effekt wird forciert, der einzelne Klang kann sich ungestört entfalten. Dies' Element wollen wir im gesamten bisherigen Werk von Stimmhorn lobend erwähnt wissen. Irgendwie möchten wir - selbst gegen den vorhersehbaren Widerstand der gesamten Pophistoriker-Gilde - in Stimmhorn & Kold Electronics die intelligente rustikale Fortsetzung von Kraftwerk sehen. Verblüfften (und verblüffen) Kraftwerk mit Maschinen, staunen wir darob, was die menschliche Stimme im Verein mit elektronischer Musik zu leisten vermag. Neue Wege werden hier mutig erforscht, musikalische Untiefen ausgelotet. Was hier erklingt, gefällt nicht nur, sondern entlockt ein dickes Lob. Weniger Gefallen findet der Hörende am Geschriebenen, will sagen: Was soll die Kleinschreibung auf dem und im Cover? Überflüssig.

Unsere Ansicht: Selbst hören und selbst urteilen. Besten Dank für die ungeteilte Aufmerksamkeit.


Seit 14. September 2004 im Handel.

Diskographie: melken (1996), schnee (1997), inland (2001), igloo (2004)
Artverwandt: Kraftwerk (?), Francine Jordi und Trio Eugster (!), singende Aborigines

> Hören und Kaufen > Offizielle Seite > Label > CH-Vertrieb


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