The Raspoutine Smoked Band – The Raspoutine Smoked Band (2005) |
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| von Severin Bellwald am Sonntag, 9. Oktober 2005 in Schweizerisches | |
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Genre: Worldmusic, Ska Label: RSB CH-Vertrieb: RecRec Unsere Wertung: ![]() Vodka et croissantEin schräges Intro, eine Art Verbindungsaufbau oder eine Vorwarnung, dann legt „Le Métier“ los und zieht den Hörer sofort in die Welt von The Raspoutine Smoked Band. Violine, Akkordeon und Bläser führen einem in das traditionsbewusste Herzen Osteuropas, der fröhlich schnelle Rhythmus klingt, als würde die Kapelle vom Wanderzirkus zur Nummer des Clowns anstimmen. Doch statt einem purzelbaumschlagenden Kosaken tritt ein Chanteur in die Manege und gibt sein bestes, mit dem vorgegebenen Tempo mit zu gehen und die heitere Atmosphäre in Worte zu fassen. Die französische Kunstform wird dabei mit viel Geschick und Taktgefühl mit dem Balkan-Folk verbunden, ist schwungvoll und sorgt für gute Stimmung. Im folgenden Track wird auf Gesang verzichtet, dafür gesellt sich eine für traditionelle Musik atypische E-Gitarre zur Band, was ebenfalls eine aussergewöhnliche aber harmonierende Verschmelzung ungleicher Ansätze ergibt. „Le Pornographe“ ist mindestens so merkwürdig wie bemerkenswert, beginnt als klassisches Chanson, endet als hektischer Violinen-Punk und wird besser, je öfter man es hört. Spätestens hier hat man erkannt, dass The Raspoutine Smoked Band einen ganz eigenen Stil haben, der Folklore mit Punk, Rock, Jazz und Ska verbindet. „Balkaniko Rythm“ ist eine erste Kür dieser originellen Symbiose. Wie „Bukarest Placebo“ ist das Stück rein instrumental, wiederum mit E-Gitarre und an manchen Stellen nahe bei Rembetiko (einer Art griechischem Jazz). Für „Unza n`est Pas Coutume“ gilt in besonderem Masse, was auch für das ganze restliche Album gilt. Man sollte sich keineswegs vom seltsamen Beginn eines Songs abschrecken lassen. Was nicht von Beginn weg überzeugt, entwickelt sich oft noch zu Hörenswertem. Eine Ausnahme bilden das Interlude und das folgende Stück (Track 7 und 8), die allenfalls witzig sind, sonst aber keine besonderen Reize ausstrahlen. Entschädigt wird man dafür mit dem hammerstarken „Jorn“, einem Track, der cool genug für den nächsten Tarantino-Soundtrack wäre. Es ist in erster Linie der Reichtum an verschiedenen Instrumenten, deren perfektes Zusammenspiel und das nebeneinander von Griffigem und Sanftem, das „Jorn“ zu einem Highlight machen. Die abschliessenden drei Tracks spielen wie „Le Métier“ oder „Bukarest Placebo“ zu Beginn des Albums wieder mit dem Mix der verschiedenen Genres und schliessen das Werk gekonnt ab. Man kann mit Sicherheit behaupten, dass dieser Silberling ein echtes Kleinod und ein absoluter Geheimtipp ist. Anders als Musik, die nur richtig vermarktet werden müsste, um die Charts zu entern, würden The Raspoutine Smoked Band auch durch alle Promo der Welt nicht zum Hitlist-Stürmer, denn dafür sind sie viel zu eigenwillig. Hier wird nur erfreut, wer ein offenes Ohr für alternative Ideen und deren Umsetzung hat. Seit 2. August 2005 im Handel. Anspieltipps: Jorn; Bukarest Placebo; Balkaniko Rythm Trackliste: 1) Intro; 2) Le Métier; 3) Bukarest Placebo; 4) Le Pornographe; 5) Balkaniko Rythm; 6) Unza n`est Pas Coutume; 7) Inter ; 8) Ouverture d`un Monde ; 9) Jorn ; 10) Le Vaillant Petit Tailleur ; 11) La Valse Du Phasme ; 12) Larevanche Du Za similar artists: ??? > Hören und Kaufen > Offizielle Webseite > CH-Vertrieb Bio: Laut Bio auf der Homepage heissen alle Bandmember Alexander Popov, sind zwischen 1917 und 2001 (oder gar nicht) geboren, stammen aus Rumänien, der Mongolei, Kamerun, Honduras, den USA, der Antarktis und dem Jura und spielen Instrumente, die „unza“ (Batterie und Akkordeon), „un“ (Bass), „za“ (Gitarre), „tsouinkin“ (Sax), „pfut“ (Klarinette), „crin“ (Violine) und „pouet“ (Trompete) machen, ein weiteres Bandmitglied (Alexander Popov) steuert noch „yodli yodlo“ bei. Wahrscheinlich darf man diese nützlichen Informationen als Hinweis verstehen, dass man den Fokus mehr auf die Musik als die Menschen dahinter richten soll. Wen`s trotzdem interessiert: Jamasp Jhabvala (Violine) und Alexis Hanhart (Bass) gehören auch zu einer „experimental hardcore Jazz“-Formation namens „Exunda“, Hanhart zusätzlich noch zur Jazzband „Irkoutsk“, David Chevalier (Sax, Klarinette) spielt Bass und ebenfalls Sax in der Elektro Rock/-Popgruppe „Swab“ aus Nyon, Delphine Hager (Akkordeon) bildet zusammen mit Grégoire Monnat das Duo „Circeïa“ und Lukas Knoepfel (Batterie) gehört der Gruppe „Skapharnaum“ an. Des Weiteren spielt Cédric Caradec die Trompete, Navin Gopaldass Gitarre und Michel Marclay singt. Mit Gopaldass, Chevalier und Hanhart sind drei Bandmitglieder ebenfalls in der „Akouphène Terror Noise Big Band“ vertreten. Akouphène nennt sich übrigens auch das Projekt, welches Exunda, Irkoutsk, Circeïa, eben die Akouphène Terror Noise Big Band und noch weitere Bands unter sich vereint. Diskographie: > The Raspoutine Smoked Band (2005)
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